Der Beginn einer starken Kooperation

Chinesische Elite-Studenten zu Gast bei Sano

China wächst: Waren es 2008 noch 19,5 % der Betriebe, die 100 Kühen und mehr hielten, so liegt diese Zahl heute bei 48,3 % - Tendenz steigend. Die Nachfrage nach Milch und Milchprodukten ist enorm im „Land der Mitte“. Ziel dabei ist es, sich mehr und mehr selbst zu versorgen – und das mit sicheren und qualitätsvollen Nahrungsmitteln. Deshalb hat der renommierte chinesische Agrarprofessor Zhijun Cao vor gut sechs Jahren das Programm „Elite Cattlemen Program“, kurze ECP, ins Leben gerufen. „Von den Besten lernen“ ist dabei das Ziel.“ Sano ist seit kurzem neuer Wirtschaftspartner des ECP. Aus diesem Grund hat Ende August eine 30-köpfige Delegation bestehend aus Studenten, Doktoranden und Professoren den Gründungssitz von Sano in Grafenwald, Niederbayern, besucht.

Die Zahlen sprechen für sich: 2014 gab es 1.400 Betriebe in China mit über 1.000 Kühen und 2.300 Betriebe mit einem Kuhbestand von 500 bis 1000. Der Bedarf an sicheren und qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln ist ungebrochen. China setzt daher alles daran, die eigene Landwirtschaft auf Vordermann zu bringen. „Von den Besten lernen“, lautet auch die Devise von Zhijun Cao, einem renommierten chinesischen Agrarprofessor der China Agricultural University, und so gründete er vor gut sechs Jahren das Elite Cattlemen Program, kurz ECP.

Ein Elite-Programm für die besten Agrar-Studenten des Landes

Das Elite Cattlemen Program umfasst derzeit 67 Mitglieder, 27 Professoren, darunter drei Professoren aus den USA, sowie 38 Spezialisten, die in verschiedenen Bereichen der Milch- und Fleischindustrie tätig sind. Über 900 Master-Studenten, Doktoranden und Absolventen aus dem Fachbereich Rinderhaltung sind Teil dieses elitären Programms. Ihr Ziel ist es, ein Netzwerk aus Studierenden, Universitäten, landwirtschaftlichen Betrieben, Organisationen und Agrarunternehmen aufzubauen. Die Studenten sollen ihr Wissen stärken, den Horizont erweitern und damit optimal auf ihre künftige Karriere in der Rinder- und Michwirtschaft vorbereitet werden –  gemäß ihrem Motto „Elite Cattlemen, Future Starts“. Verschiedene wissenschaftliche Seminare, Betriebsbesichtigungen mit Problem-Screening oder auch Exkursionen und Studienfahrten beinhaltet das ECP. Als neuen Wirtschaftspartner besuchten der Initiator des Programms, Prof. Zhijun Cao, mehrere Vertreter der China Agricultural University sowie 22 Teilnehmer des Programms Ende August den Gründungssitz von Sano in Grafenwald, Niederbayern.

Ein abwechslungsreiches Programm

„Ich heiße Sie alle sehr herzlich willkommen bei Sano, dem einzig global agierenden Mineralfutterunternehmen“, begrüßte Richard Waldinger, Sano Geschäftsleitung, die Anwesenden. Die Verbundenheit zu China ist tief verankert im Familienunternehmen. Seit knapp zehn Jahren pflegt Sano Beziehungen zu und nach China. 2010 folgte dann der Schritt mit einem eigenen Schwesterunternehmen. Ein mutiger Schritt, wie der Geschäftsführer festhält, „doch ich hatte ein gutes Bauchgefühl.“ Jeder Einzelne, jedes Unternehmen brauche einen Sinn, so Richard Waldinger. „Für uns ist es: Die Landwirtschaft jeden Tag ein Stückchen besser zu machen. Das gilt für die Landwirtschaft in Deutschland, in China, weltweit.“ Der Unternehmer ist sich sicher, dass Sano und das ECP eine perfekte Symbiose geben. Die Sano Forschungs- und Entwicklungsabteilung ist weltweit unterwegs. Die gesammelten Erfahrungen und das Know-how fassen sie dann in den Sano Produkten und Konzeptlösungen zusammen. „Davon profitieren unsere Kunden und unsere Partner“, bekräftigte der Geschäftsführer. „Ich freue mich, dass sie in Europa und jetzt in Deutschland sind. Ich möchte Ihnen heute und diese Woche ganz viele Impulse mitgeben, die sie weiterbringen und für die Zukunft helfen sollen.“

Prof. Zhijun Cao bedankte sich in seiner anschließenden Rede bei Richard Waldinger, den Sano Vertretern und den Organisatoren der Studienfahrt. „Sano ist eine internationale Top-Firma mit großer Zukunft. Mit Ihnen als neuem Partner ist es definitiv eine Aufwertung des Programms. Dabei können beide Seiten stark profitieren“, zeigte sich Prof. Cao begeistert. In einem kurzweiligen Vortrag berichtete er ausführlich über das Elite Cattlemen Program. So gibt es mittlerweile 40 Partneruniversitäten, mit denen sie zusammenarbeiten. „Mir gefällt sehr, was sie gesagt haben“, bezog sich der Professor auf Richard Waldinger, „man studiert nicht, um Geld zu verdienen, sondern seinen Sinn zu finden bzw. leben.“

Dr. Joachim Mentschel, Leiter Business Development bei Sano, kennt die Landwirtschaft in China gut. „Blicke ich heute zurück, so gab es vor 15 Jahren noch keine guten Silagen in China. Viele landwirtschaftliche Betriebe hatten nicht mehr als 20 Kühe und dann im Vergleich zu heute.“ So eine rasante Entwicklung eines Landes habe er noch nie gesehen. Der Rinderexperte erklärte den Studierenden die Philosophie und Vorgehensweise von Sano: „Gesunde Tiere sind das A und O. Dabei ist es für uns fundamental, die Tiere anhand ihrer Bedürfnisse in den verschiedenen Lebens- und Leistungsphasen zu ernähren.“

Bei der Besichtigung des Sano Produktionswerks lernten die Studierenden und Professoren mehr über die Technik und das Know-how, welche für die Erstellung der Sano Produkte notwendig sind. Die vielen Fragen an Sano Betriebsleiter Marc Wasmuth bestätigten das große Interesse der Teilnehmer. „Die hohe Effizienz der Produktionsanlagen sehe ich als großen Vorteil von Sano“, zeigte sich Prof. Cao begeistert.

Chinesisch-Deutsche Gastfreundschaft

Um für die Gäste ein Gefühl der Heimat zu hinterlassen, warteten die Sano Organisatoren mit original chinesischem Essen auf, ehe man im Anschluss die hausgemachten Kuchen und Spezialitäten von Familie Thalhammer im Stoicafe genießen konnte.

„Es war uns eine Ehre in Grafenwald zu sein. Vielen Dank für den herzlichen Empfang. Ich denke, das ist der Beginn einer starken Kooperationen“, freute sich Jiaying Ma, Doktorandin des Programms. Und Prof. Cao schloss die Veranstaltung: „Die Studenten und wir nehmen viele Eindrücke, Impulse und Know-how von unserer Reise durch Europa mit nach Hause. So kommen wir unserem Ziel ein Stückchen näher, führend in der chinesischen Rinderproduktion zu werden.“

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