Auch Kühe können P-reduziert – Teil II

Phosphor ist ein essentielles Mengenelement für das Tier. Ist P im Mangel, dann wirkt sich das negativ auf die Futteraufnahme aus, beeinträchtigt die Verdauung und mindert letztendlich die Leistung der Kuh. Eine P-Überversorgung kostet nicht nur Geld, sondern steigert auch den P-Gehalt im Kot der Tiere. Um diese Extremsituationen zu vermeiden, ist eine bedarfsgerechte Phosphorversorgung wichtig.

P wichtig für viele Stoffwechselvorgänge

Phosphor spielt zusammen mit Kalzium eine wichtige Rolle in der Knochenbildung und ist Bestandteil von Enzymen und des Erbmaterials. Außerdem ist Phosphor wichtig für den Energiestoffwechsel. Den höchsten Phosphorbedarf haben wachsende Rinder und Milchkühe. Phosphor wird im Skelett der Tiere gespeichert und kann daraus auch wieder freigesetzt werden. Über das Wechselspiel verschiedener Hormone wird die Konzentration des P im Blut reguliert. Ist viel Phosphor im Blut vorhanden, wird P in die Knochen eingelagert, und umgekehrt. Eine zu hohe P-Versorgung führt zu einer Verringerung der P-Aufnahme in die Knochen und zu einem Anstieg der Ausscheidung von Phosphor über den Kot der Tiere.

Weniger oder mehr Phosphor – Fütterungsversuch in Iden

Am Zentrum für Tierhaltung und Technik in Iden wurde ein Fütterungsversuch zum Thema wie viel Phosphor in der Ration nötig ist, durchgeführt.

Hierfür wurden 76 Tiere herangezogen und in 2 Gruppen von je 38 Tieren aufgeteilt. Versuchszeitraum war der Zeitpunkt der Kalbung bis zur 16. Laktationswoche. Beide Tiergruppen bekamen die gleiche Futterration. Der einzige Unterschied bestand im Phosphorgehalt des Mineralfutters. Die Kontrollgruppe wurde mit einem Mineralfutter mit 10 % Phosphorgehalt versorgt, und bekam dadurch 4,5 g P/kg TM (entspricht einer ausreichenden Versorgung bei 70 % P-Verwertung). Die Versuchsgruppe wurde mit einem Mineralfutter ohne Phosphor versorgt, das heißt es wurde eine Versorgung von 4 g P/kg TM angenommen (entspricht einer ausreichenden Versorgung bei 90 % P-Verwertung).

Was kam dabei heraus:

  • P-Gehalt pro kg TM hat keinen Einfluss auf Höhe der täglichen Futteraufnahme
  • Kein Einfluss des P-Gehalts im Futter auf Höhe der Milchleistung erkennbar
  • P-Ausscheidungen über Kot höher in Kontrollgruppe mit phosphorhaltigem Mineralfutter

Der Versuch zeigt, dass die angegebenen P-Bedarfsnormen der DLG nicht umgeworfen werden müssen, jedoch auch keine extra Sicherheitszuschläge draufgegeben werden müssen. Kühe, die mit Phosphor nahe an der Bedarfsdeckung (ca. 3,9 g P/kg TM) versorgt werden, erhalten keine Nachteile in ihrer Milchleistung, Stoffwechsel und Fruchtbarkeit. Gleichzeitig können Kosten im Zukauf für Phosphor eingespart werden.

Die Phosphorzulage über das Mineralfutter erfolgt nur dann, wenn die Phosphorlieferung aus den restlichen Rationsbestandteilen nicht ausreichend ist.

Vor allem in Bezug auf den verstärkten Einsatz von Rapsextraktionsschrot in der Milchviehfütterung muss abgewägt werden, ob ein phosphorhaltiges Mineralfutter in der Ration nötig ist. Im Hinblick auf die neue Düngeverordnung ist eine Phosphor-Überversorgung zu vermeiden.

Sano hat darauf reagiert und das phosphorfreie Mipro PF 500® für die Laktation bei Voll-TMR entwickelt.

Mipro PF 500® – das NEUE phosphorfreie Mineralfutter von Sano auf einen Blick

  • Vollwertige Mineralstoff-, Spurenelement-, Vitamin- und Wirkstoffausstattung für gesunde, fruchtbare und leistungsfähige Kühe mit langer Nutzungsdauer
  • Der Wirkstoff Kerasan® sorgt für stabile Klauen
  • Der Wirkstoff Mastitisan® gewährleistet leistungsfähige Euter
  • Zucker als schnell verfügbare Energiequelle für Pansenbakterien zur Verbesserung der Stickstoff- und Rohfaserverwertung
  • Pansenanregende Lebendhefen erhöhen die Futteraufnahme und verbessern die Futterverwertung
  • Elementare, natürliche Stickstoffverbindungen erhöhen den Anteil an hochwertigem Mikrobenprotein am Dünndarm
  • Pansengeschütztes Methionin ergänzt fehlende Futtereiweißbausteine für mehr Milch und einen höheren Milcheiweißgehalt
  • Phosphor frei – Für eine optimale Düngebilanz bei Fütterung P-reicher Futterkomponenten wie z.B. Rapsextraktionsschrot

Beispielration für 35 kg Milchleistung

Die dargestellte Ration für eine Milchkuhherde mit im Schnitt 35 kg Milchleistung kann völlig auf eine Phosphorzulage über das Mineralfutter verzichten. Der P-Bedarf ist mit 4,1 g P/kg TM zu 114 % gedeckt.

 

Haben Sie Interesse Ihre Futterration hinsichtlich der Phosphorbilanz gezielt anzupassen? Dann fragen Sie Ihren Sano Fachberater oder kontaktieren Sie unsere Fütterungsexperten per Email: beratung@sano.de

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