Betriebsreportage: Bedarfsgerecht füttern mit CNCPS - Milchleistung steigern

Amerika trifft Schwaben

Betriebsreportage Pfister

Nur gesunde Kühe geben viel Milch, weiß  Max Pfister, Hofnachfolger des schwäbi-  schen Zuchtbetriebes Pfister. Eine Fütterung angepasst an Leistung und Gesundheit  ist ihm besonders wichtig. Seit November  2018 setzt er deshalb auf das amerikanische  System der Grundfutteranalyse und Rationsberechnung. Wie ist es, wenn Amerika  auf Schwaben stößt? Was sind die ersten  Erfahrungen und Ergebnisse?

Unweit der badenwürttembergischen Grenze, im schwäbischen Landkreis Neu-Ulm, führt die Familie Pfister einen  Zuchtbetrieb mit 130 Milchkühen. Ein Blick in den Stall zeigt:  Es sind die Braunvieh- und Holsteinkühe, die der Familie ans  Herz gewachsen sind. Ihre Herde haben sie in eine hoch- und niederleistende Gruppe eingeteilt. Gemolken werden sie über  je ein automatisches Melksystem. Doch das ist nicht die einzige Arbeitserleichterung, die die Pfisters im Stall haben. Ein  Spaltenroboter sorgt für saubere Laufflächen, der Futterschieberoboter dafür, dass die Milchkühe jederzeit einen vollen  Futtertisch vorfinden. So bleibt der Familie mehr Zeit, die Tiere  zu beobachten.

VON FACEBOOK IN DEN STALL

Auf der Suche nach einem passenden Fett-Ergänzungsfuttermittel ist Junior Max Pfister vergangenes Jahr bei Facebook  auf Sano gestoßen. Die Futteraufnahme seiner Tiere war zu  gering, Stoffwechselprobleme wie Ketosen traten häufig auf.  Sano Fachberaterin Sarah Eberhardt empfahl ihm deshalb  DextroFat® Protect, um die Probleme in den Griff zu bekommen. DextroFat® Protect hilft, die Kühe am Dünndarm gezielt  mit hochverfügbarer Energie in Form von Zucker und Fett zu  versorgen. Das Ergebnis: Die Kühe haben ihre Futteraufnahme  wieder gesteigert, weniger Stoffwechselerkrankungen sind  aufgetreten.

ARBEITSTEILUNG

Die täglichen Aufgaben auf dem Betrieb teilen die Familienmitglieder nach Arbeitsgebieten auf. Sohn Max füttert die  Kühe und betreut die Melkroboter. Vater Rainer übernimmt die  Klauenpflege und das Besamungsmanagement. Gemeinsam  mit Frau Gudrun kümmert er sich außerdem um die Kälber.

Der Bruder bestellt die komplette Außenwirtschaft.

AUFWIND IN LEISTUNG UND GESUNDHEIT

Im Herbst 2018 zeigte Sano Fachberaterin Sarah Eberhardt den  Pfisters die Chancen der dynamischen Rationsberechnung nach  AMTS. Die amerikanische Futteranalyse- und Berechnungsmethode geht genauer auf die Bedürfnisse des Tieres ein. Das  Neue: Das Programm berechnet die Ration aus umwelt- und  tierspezifischen Daten sowie den Ergebnissen der CNCPS-Futteranalyse. Die Futteranalyse beinhaltet die reinen Nährstoffgehalte und deren Verdaulichkeit. Der Junglandwirt ist begeistert:„Wir können unsere Kühe jetzt noch genauer füttern.“ An kleinen  Stellschrauben gedreht, liegt den Pfister-Kühen nun eine bedarfsgerechte Ration vor. „Die Milchleistung und Gesundheit des  Bestands ist dadurch gestiegen“, freut sich Betriebsleiter Rainer Pfister. Der Milchleistungsdaten-Vergleich zeigt: Seit Eberhardt  die Ration optimiert hat, hat die Milchleistung deutlich zugenommen. Konkret heißt das 13 000 kg Milch bei der Holsteinherde und 11 600 kg Milch bei den Braunviehkühen.

TROCKENSTEHER BEDARFSGERECHT FÜTTERN

Nachgeburtsverhalten machten Familie Pfister immer wieder zu schaffen. Die Sano Fütterungsberaterin überprüfte  die Trockenstehfütterung und empfahl den Einsatz von  Mipro®Pren 250. Dieses Trockenstehmineral enthält saure  Salze. Das stellt die Kationen-Anionen-Bilanz der Tieremöglichst niedrig ein. Ein niedriger DCAB-Wert in der Trockenstehphase fördert die Calciummobilisierung. Das Risiko von  Milchfieber und Festliegen zu Laktationsbeginn sinkt. In der  Fütterung der Vorbereitungsgruppe setzt Pfister zudem auf  den Einsatz von LinAmin. LinAmin wirkt sich positiv auf die  Energieversorgung der Tiere aus, verringert das Ketoserisiko  und fördert die Fruchtbarkeit.

BETRIEBSSPIEGEL 

Landwirtschaftliche Nutzfläche: 75 ha Dauergrünland, 75 ha Ackerland

Viehbestand:130 Milchkühe (HF, BV),  200 weibliche Nachzucht

 

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