Betriebsreportage Kruse: Saugferkel in Gruppenhaltung

Mut zur Veränderung bringt Erfolg

Ideen brauchen Mut. Friedhelm und Kai-Stephen Kruse sind mit einer ordentlichen Portion Mut ausgestattet. Die beiden bewirtschaften einen Zuchtsauenbetrieb im westfälischen Petershagen. Ob neue Ideen oder neue Techniken, ob Produktinnovation oder Haltungsinnovation – die Schweineexperten sind Pioniere in ihrem Metier. Vater Friedhelm und Sohn Kai-Stephen halten rund 400 Sauen der Rasse Dan Zucht mit aktuell 34 abgesetzten Ferkeln je Sau und Jahr. Seit April dieses Jahres probieren die beiden ein neue Haltungsform für Saugferkel aus: Gruppenhaltung in der Säugezeit. Was genau dahinter steckt und welche Vorteile die Veränderung bietet, berichten die beiden Kruses in der Betriebsreportage.

 

GRUPPENHALTUNG IN DER SÄUGEZEIT

 

Die Gruppenhaltung von mehreren säugenden Sauen ist ein viel diskutiertes Thema. Was genau verbirgt sich dahinter? Der Landwirt stallt dabei mehrere Sauen mit ihren Würfen zusammen. Die Sauen und Ferkel sind nicht auf den Ferkelschutzkorb bzw. auf eine Abferkelbucht beschränkt, sondern können sich frei bewegen und mit anderen Sauen und Ferkeln interagieren. Die Vorteile: Mehr Bewegungsfreiheit für die Sauen und ein einheitlicher Keim- und Immunstatus bei den Ferkeln. Möglicher Nachteil der Gruppenhaltung: Durch die freilaufenden Sauen können mehr Ferkel erdrückt werden. Der Betrieb Kruse hat die Sauen weiterhin in ihren Ferkelschutzkörben belassen. Die Gruppenhaltung bezieht sich bei Familie Kruse auf die Würfe der Sauen: Die Ferkel von jeweils acht Sauen können ab dem achten Lebenstag frei zwischen den Buchten hin und her wechseln. Ein Umbau war dabei nicht nötig. Die Betriebsleiter nehmen dafür lediglich die Trennwände zwischen den einzelnen Abferkelbuchten heraus. Friedhelm Kruse: „Damit nutzen wir die Vorteile der Gruppenhaltung, ohne dass die Nachteile zum Tragen kommen.“

 

DER VORTEIL DER SAUGFERKEL-GRUPPENHALTUNG

 

Auf dem Betrieb Kruse kommen nun immer die Ferkel von acht Sauen zusammen. Bei rund 15 abgesetzten Ferkeln je Sau sind insgesamt 120 Tiere in einer Gruppe. Diese bauen ein einheitliches Keimspektrum und den dazu passenden Immunstatus auf. Da das Zusammenstallen bereits in der Säugephase stattfindet, und nicht erst nach dem Absetzen im Flatdeck, werden die Ferkel dabei nicht krank.

Die 120er Ferkelgruppen teilt der Betrieb dann wie folgt auf:

  • 50 männliche Tiere einer Gruppe kommen in eine Flatdeck-Bucht
  • 50 weibliche Tiere in eine andere
  • Die 20 leichtesten Ferkeln jeder 120er Gruppe kommen in eigene Abteile

Dadurch sind die Gruppen einheitlicher und die Tiere wachsen besser. „Rangkämpfe haben wir im Flatdeck seitdem auch keine mehr“, freut sich Kai-Stephen Kruse.

 

FÜTTERUNG DER FERKEL

 

  • Saugephase SanAmmat F®, Bonni-M® Forte
  • Absetzphase Absetzmischung mit 30 % PreKern® Forte 3
  • Ferkelaufzucht 1 Aufzuchtmischung 1 mit 10 % Suggi® Forte 3
  • Ferkelaufzucht 2 Aufzuchtmischung 2 mit 4 % SUSan Ferkel Premium®

 

ERFOLGSBILANZ

 

Die Gruppenhaltung honorieren die Ferkel mit einem besseren Gesundheitsstatus und höheren Zunahmen. Zusätzlich zur Gruppenhaltung der Saugferkel hat der Betrieb Kruse auch seine Säugezeit von 21 auf 24 Tagen verlängert - ohne Umbau. Welche Erfolge in Zahlen die beiden Veränderungen gebracht haben, lesen Sie ab November im Sano Magazin, Ausgabe 3 / 2017.

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