Durch dick und dünn – Kälberdurchfall in Schach halten

Die Stellschrauben für Verhindern, Vorbeugen, Bekämpfen

Kälberdurchfall ist die Hauptursache für Verluste in den ersten Lebenswochen. Durchfall = extra Arbeitszeit für erkrankte Kälber + hohe Behandlungskosten! Durchfallkälber bleiben in ihrer Entwicklung, später auch in Milch- bzw. Mastleistung zurück. Lassen Sie es gar nicht dazu kommen. Fangen Sie jetzt an: Durchfall verhindern, Durchfall vorbeugen. Durchfälle schnell und wirksam bekämpfen. Die wichtigsten Stellschrauben im Überblick:

 

Vor der Geburt:

Trockensteher sind die wichtigsten Kühe: Jeder Fehler wirkt sich negativ auf die Kuh –nächste Laktation – und auf das ungeborene Kalb – die Kuh von morgen – aus.

  • Verbessern Sie den Immunstatus Ihrer Kälber durch eine Schutzimpfung der Muttertiere um Kälberdurchfall zu vermeiden.
  • Der Bedarf an Spurenelementen und Vitaminen ist fast ebenso hoch wie in der Laktation!

Versorgen Sie Ihre Kühe deshalb mit einem hochwertigen Trockenstehermineral:

  • Für einen leichten Geburtsverlauf
  • Für Stoffwechselgesundheit in der nächsten Laktation.
  • Für Vitalität, Immunsystem, Saugreflex und Wachstum des Kalbes

Kälber kommen ohne Antikörper zur Welt. Kühe sollten deshalb NICHT auf einem „Misthaufen“ abkalben. Das Kalb bekommt sonst direkt eine gefährliche „Schluckimpfung“ aus Umweltkeimen. Infektionen und Durchfall sind vorprogrammiert.

  • Stellen Sie mehrere Abkalbeboxen bereit, mit genügend Platz, auch für „Abkalbespitzen“.
  • Verfahren Sie bei den Abkalbeboxen möglichst nach dem Rein-Raus-Prinzip.
  • Misten Sie jede Abkalbebox aus, bevor Sie hochtragende Tiere einstallen.
  • Desinfizieren Sie nach dem Ausmisten (zumindest mit Kalk).
  • Streuen Sie belegte Boxen großzügig ein.

 

Kolostrum:

Achten Sie beim ersten Melken besonders auf die Hygiene um Kälberdurchfall zu vermeiden:

  • Saubere Hände (Handschuhe) und ein sauberes Melkzeug
  • Melkreihenfolge: Zuerst Kolostrum-Kühe – danach Kühe mit Mastitismilch bzw. Sperrmilch.
  • Milchkanne und Nuckeleimer vorher mit Reinigungsmittel und heißem Wasser reinigen.
  • Für jedes Kalb einen Nuckeleimer
  • Zur Geburt einen neuen Sauger

Das Kalb soll in den ersten 3 Stunden 200 g Immunglobulin G aufnehmen:

  • Bei guter Kolostrumqualität von > 60 g IgG pro Liter sind das 3,5 Liter.
  • Bestimmen Sie die Qualität mittels Kolostrometer oder Brix-Refraktometer.
  • Wenn die Kolostrumqualität nicht ausreicht: Mit 50 g Calf® immuno aufwerten.

 

Milchaustauscher:

  • Mischen Sie schon ab der zweiten Mahlzeit einem speziellen Vollmichaufwerter in die Kuhmilch ein. Damit erhalten Ihre Kälber Eisen, Selen und Vitamine, sowie Lignozellulose, Leinsamen und Probiotika für die Darmgesundheit.
  • Stellen Sie auf Milchaustauscher um, sobald Sie die Milch des Muttertiers liefern können.
  • Verwenden Sie ausschließlich hochwertige Milchaustauscher, die viel Magermilchpulver enthalten, wie z.B. Sanolac® Startino (50 %).

 

Haltung:

  • Verfahren Sie immer nach dem Rein-Raus-Prinzip. Entmisten, reinigen und desinfizieren Sie die Iglus, Einzelboxen bzw. Gruppenabteile nach jeder Umstallung.
  • Sorgen Sie für trockene Liegeflächen, geschützt vor Sonne, Regen und Wind.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Kälber viel Licht und frische Luft erhalten
  • Fördern Sie von Beginn an Pansenentwicklung mit einem schmackhaften Kälbermüsli plus Trinkwasser.

 

Durch dick und dünn – Durchfälle in Schach halten

Handeln Sie bei Trinkunlust, dünnem Kot oder leichtem Durchfall sofort:

  • Tränken Sie Milch bzw. MAT unbedingt weiter. Mischen Sie den Sano Durchfallstopp Antilaxan® ein.
  • Bieten Sie zwischen den Mahlzeiten Elektrolyttränken mit Calf® sodaLyte an.
  • Verabreichen Sie den Bolus Calf® digest mit Puffer und Probiotika. Der Puffer wirkt gegen Blutübersäuerung und fördert die Trinklust. Die probiotischen Milchsäurebakterien verdrängen die Durchfall verursachenden Keime aus dem Darm.

 

Mit Sano Expertenwissen Verdauungsstörungen vorbeugen. Durchfall verhindern. Durchfall bekämpfen. Finden Sie hier mehr Informationen zu unseren Propylaxeprodukten.

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