EXPERTENTIPPS: PRÄZISIONSFÜTTERUNG MIT AMTS

10 Gebote für eine genauere und erfolgreiche Milchviehfütterung

Gesunde und leistungsstarke Milchkühe sind die grundlegende Voraussetzung einer erfolgreichen Milchproduktion. Mit dem Fortschritt der Technik, unter anderem dem CNCPS Rationsberechnungsmodell, sind zusätzliche Möglichkeiten entstanden, „an den kleinen Schrauben zu drehen“. So können die Potenziale mit AMTS in jedem Betrieb gezielt ausgeschöpft werden.

 

Wir haben Ihnen in 10 Punkten eine Übersicht der wichtigsten Stellschrauben für eine Präzisionsfütterung mit AMTS zusammengestellt: 

 


1. BEEINFLUSSUNG DER GESUNDHEITS- UND LEISTUNGSPARAMETER


Futteranalysen mittels CNCPS bieten viele Möglichkeiten die Gesundheits- und Leistungsparameter nicht nur zu erfassen, sondern durch die Rationsgestaltung zu steuern. Konkretes Beispiel: die Milchkuh befindet sich in einer schlechten Körperkondition auf Grund einer extremen negativen Energiebilanz. Durch den Eintrag des BCS-Zielwerts in das Rationsberechnungsprogramm AMTS werden in der Berechnung der Futterration gleich die entsprechend notwendigen Tageszunahmen berechnet.

 

2. BEEINFLUSSUNG DER STOFFWECHSELPARAMETER


Bestimmte Stoffwechselparameter helfen Stoffwechselstörungen und Krankheiten vorherzusagen. Durch gezielte Optimierung der Fütterung können diese vermieden werden. Ein Beispiel die subakute Pansenazidose. Der pH-Wert im Pansen sollte den Tagesmittelwert von 6,15 nicht unterschreiten. Anhand des seitens des CNCPS vorhergesagten Pansen-pH Wertes können wir gezielt gegen einen zu niedrigen pH-Wert im Pansen handeln.

 

3. MILCHINHALTSSTOFFE GEZIELT MANAGEN


Milchinhaltsstoffe werden von den Molkereien gut vergütet. Deshalb ist es im Interesse jeden Landwirts die Milchinhaltsstoffe hoch zu halten. Häufig unterliegen diese jahreszeitlichen Schwankungen. Können jedoch gut gemangt werden. Ein niedriger Milchfettgehalt kann darin begründet sein, dass ungesättigte Fettsäuren im Pansen die Milchsynthese hemmen. Bei niedrigen Milchproteingehalten liegt die Ursache häufig in der unzureichenden Pansenfermentation und Proteinsynthese. Eine Untersuchung der Futtermittel auf den Aminosäuregehalt zeigt mögliche Leistungsreserven- und Begrenzungen auf. Beides können in der CNCPS Analyse aufgezeigt werden.
 

4. VORHERSAGE DER LEISTUNG


Jedes Futtermittel hat seine chemischen und dynamischen Eigenschaften. Die dynamischen Eigenschaften zeigen, wie sich der Nährstoff im Verdauungstrakt verhält, also wie er in einzelnen Teilen des Verdauungstraktes abgebaut wird, und die kleinsten Teilchen (Glukose, Aminosäuren, Fettsäuren, Glycerol, Galaktose) resorbiert werden. Je höher die Verdaulichkeit der NDF, desto höher die daraus erzielte Milchleistung.
 

5. HÖHERE MINERALSTOFFEFFIZIENZ UND N/PREDUKTION


Durch einen tieferen Einblick in die Zusammensetzung und Verdauungsdynamik verschiedener Futtermittel und den individuell ausgerichteten Bedarf an Protein und essentiellen Aminosäuren wird die Ration gezielt gestaltet. Daraus geht eine wesentliche Einsparung an Stickstoff und Phosphor in der Ration hervor und gleichzeitig erfolgt auch eine Reduktion der N- und P-Ausscheidungen.

 

6. OPTIMALES SILOMANAGEMENT


Um Verluste im Silo zu vermeiden, sollten die Anschnittflächen der Silos optimal gemanagt werden. Auch sollte der TM-Gehalt der Grundfuttermittel in den Silos regelmäßig überprüft werden, damit die Tiere kontinuierlich mit der gleichen Ration (mittels AMTS) versorgt werden. Bei guten Silagen sollte der Anteil an Grundfutter in der Ration 60 bis 65 % ausmachen.

 

7. RATIONSCONTROLLING


Eine Ration ist niemals „fertig“. Sie muss ständig überprüft und nach den aktuellen Werten angepasst werden, um die Milchkühe auf dem Betrieb weiterhin bedarfsgerecht und wirtschaftlich zu ernähren, so wie die bestehenden Potenziale auszuschöpfen. Durch die Kenntnis der Faserverdaulichkeit des Grundfutters über das CNCPS-Modell, ist es möglich engere AMTS Rationen zu erstellen. Diese sind wirtschaftlich optimiert und dennoch wiederkäuergerecht gestaltet.
 

8. KÄLBER- UND JUNGRINDERAUFZUCHT


Oft wird die Jungrinderaufzucht, insbesondere die bedarfsgerechte Fütterung der zukünftigen Milchkühe nicht genügend berücksichtigt. Fehler in der Jungrinderaufzucht können erheblich die Lebensleistung der späteren Milchkühe beeinträchtigen. Neben der Betrachtung dieser tierspezifischen Eigenschaften in AMTS und den Empfehlungen für die einzelnen Lebens- und Leistungsphasen können gezielt die optimalen Tageszunahmen und Nährstoffmengen gesteuert werden. Dadurch können Sie eine gesunde und leistungsfähige Milchkuh großzuziehen und die epigenetische Wirkung zu nutzen.
 

9. IOFC (INCOME OVER FEED COST)


Tatsache ist: Qualität hat ihren Preis. Dieser scheint besonders in Zeiten schlechter Milchpreise oft zu hoch und daher nicht einsetzbar. Doch gerade dann ist es außerordentlich wichtig alles genau durchzurechnen. Denn das wesentliche zum Schluss ist was unterm Strich rauskommt, sprich wie hoch der IOFC-Wert ist.

 

10. FAKTOR MENSCH


Der Faktor Mensch wird nicht in die Rationsberechnung mit einbezogen, da er im Vergleich zu den anderen Parametern kaum messbar ist. Dieser Faktor ist jedoch essentiell für den gesamten Betriebserfolg. Die menschliche Fähigkeit kranke, lahme, brünstige oder sonst auffällige Kühe rechtzeitig zu erkennen und zu reagieren, auf Euter- und Klauengesundheit zu achten, Fruchtbarkeitsparameter im Blick zu halten, das sind alles wichtige Managementaufgaben des Faktors Mensch, die entscheidend für den Betriebserfolg sind.

 

Wir haben Ihnen in 10 Punkten eine Übersicht der wichtigsten Stellschrauben für eine Präzisionsfütterung mit AMTS ALS DOWNLOAD zusammengestellt.

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