Freude am Melken

Betrieb Heine toppt Leistung

Fachberaterin Große-Allermann bei Betrieb Jäger

Ziel erreicht! Für Heiner Jaeger ist es wichtig, mit einfachen Konzepten das Bestmögliche zu erreichen. Und seine Ziele hat er durch die Zusammenarbeit mit Fachgebietsleiterin Karoline Große-Allermann erfüllt. „Melken soll Spaß machen – und das macht es mir jetzt richtig.“ Denn die Futteraufnahme und die Milchleistung seiner 100 Kühe haben sich deutlich verbessert.

 

Bei der Zucht geht Heiner Jaeger aus Heinsberg in Nordrhein-Westfalen eigene Wege. Mit seinen Schwarzbunten war der engagierte Landwirt nicht mehr zufrieden und begann 2005 nur noch Fleckvieh einzukreuzen. Eingesetzt werden nur sichere Bullen, immer drei Bullen für die Herde. Das Ergebnis: gesunde Kühe, eine niedrigere Remontierungsrate und höhere Milchinhaltsstoffe. „Und die Fresser lassen sich bestens vermarkten“, freut sich Heiner Jaeger über die zusätzliche lukrative Einkommensquelle.

 

Melken: Erfolgsfaktor Fütterung

 

Die Fütterung ist einer der entscheidenden Faktoren für Leistung und Tiergesundheit. Die Kühe auf dem Betrieb Jaeger erhalten eine Voll-TMR. Mischfutter sucht man hier vergebens. Gefüttert werden nur Einzelkomponenten, sodass schnell und effektiv erforderliche Rationsanpassungen durchgeführt werden können. Diese werden zusammen mit Fachgebietsleiterin Karoline Große-Allermann bei den regelmäßigen Betreuungsbesuchen besprochen. Die Ziele von Heiner Jaeger zu Beginn der Zusammenarbeit heißen: Steigerung der Milchleistung und höhere Futteraufnahme.

 

Guter Start in die Laktation

 

Die deutliche Verbesserung der Futteraufnahme, insbesondere nach der Kalbung zu Beginn der neuen Laktation, haben sie durch die Neugestaltung der Trockensteherfütterung erreicht. Lange Zeit erhielten die Trockensteher die Reste der Kühe plus Grassilage zur freien Aufnahme. Karoline Große-Allermann hat ein neues Fütterungskonzept für die trockenstehenden Kühe entwickelt, bestehend aus 40 % der Laktationsmischung plus 3,0 kg Stroh. Auch die Rinder werden sechs bis acht Wochen vor Kalbung auf die Trockensteherration umgestellt. So können sie sich an alle Komponenten der Laktationsmischung gewöhnen. Damit lassen sich Ketosen bei den Färsen wirkungsvoll verhindern.

 

Drei Liter höhere Einstiegsleistung

 

Aus der Optimierung der Trockensteherfütterung wuchs sehr schnell Erfolg. Die Kühe steigen mit drei Litern mehr Milch in die Laktation ein und auch die Persistenz (36,0 kg – 31,2 kg – 26,6 kg) hat sich positiv entwickelt. Sie verläuft nun gleichmäßig; auch die Kühe im zweiten und dritten Laktationsdrittel geben noch viel Milch. „Das liegt meiner Meinung nach an der Fütterung einer Voll-TMR an alle Kühe“, erklärt Heiner Jaeger das Ergebnis. Die Laktations-TMR hat Karoline Große-Allermann ebenfalls optimiert. Heiner Jaeger verfüttert ausschließlich Einzelkomponenten. Vorteile dabei sind eine hohe Schmackhaftigkeit sowie die passende Zusammenstellung entsprechend der erforderlichen Pansensynchronisation. Hierbei werden die Eiweiß- und Energiefuttermittel im Hinblick auf Abbaugeschwindigkeit und Nährstoffe sinnvoll miteinander kombiniert. Neben zucker- und stärkehaltigen Energiefuttermitteln enthält die TMR auf dem Betrieb Jaeger auch sehr pansenfreundliche Energiekomponenten in Form von Press- und Trockenschnitzeln. Da die Energie hauptsächlich aus Hemicellulose und Pektinen stammt, sinkt das Risiko einer Pansenübersäuerung deutlich. Ein angenehmer Nebeneffekt ist die hohe Schmackhaftigkeit der Press- und Trockenschnitzel. Hierdurch fördert man zusätzlich die Futteraufnahme. Die laktierenden Kühe gehen im Sommer täglich für drei bis vier Stunden auf die Weide. Die Trockensteher bleiben im Stall.

 

TMR Betrieb Heiner Jaeger

 

12,5 kg           Grassilage + Grünroggensilage

17,5 kg           Maissilage

0,3 kg             Stroh

2,5 kg             Heu

8,0 kg             Pressschnitzel

3,5 kg             Gerste

2,0 kg             Körnermais

1,0 kg             Trockenschnitzel

3,0 kg             Rapsextraktionsschrot

500 g              Mipro M 500®

150 g              DextroFat Protect®

 

Milchleistung

 

Optimal synchronisierte Rationen führen immer zu einer guten Milchleistung. Heiner Jaeger ist stolz auf den Erfolg bei seinen Kühen. Die tägliche Milchmenge stieg von durchschnittlich 28,7 kg auf 31,4 kg an, bei gleichem Herdenlaktationstag. Die Milchinhaltsstoffe liegen bei aktuell 4,1 % Fett, 3,3 % Eiweiß und einem Harnstoffgehalt von 240 ppm. Die Zwischenkalbezeit liegt bei sehr guten 387 Tagen.

 

Futter besser verdaut

 

Durch die verbesserte Nährstoffsynchronisation im Pansen wird die Ration gut verdaut und in Leistung umgesetzt. Dies zeigt sich auch am Auswaschrest des Kots. Vor der Umstellung auf das Sano Fütterungskonzept betrug der Auswaschrest rund 80 % mit sehr vielen langen und unverdauten Fasern. Nach der Umstellung reduzierte sich der unverdaute Anteil auf 30 %. Und die Fasern sind heute gleichmäßig kurz und gut verdaut. Einen wichtigen Beitrag dazu liefert Mipro M 500®. Durch den enthaltenen Zucker, die elementaren, natürlichen Stickstoffverbindungen und den Lebendhefen haben die Pansenbakterien optimale Wachstumsbedingungen und verwerten das Futter vollständig.

 

Gemeinsam an Zielen arbeiten

 

„Die Zusammenarbeit mit Karoline Große-Allermann hat mich ein großes Stück weitergebracht“, freut sich Landwirt Heiner Jaeger. „Mir gefällt die Regelmäßigkeit, bei der man gemeinsam Dinge bespricht, die im Alltag oft untergehen. Das sind häufig Kleinigkeiten, die man leicht übersieht, wenn man täglich auf seine Kühe blickt.“ „Von der Zusammenarbeit im Beratungskonzept profitieren beide Seiten“, ergänzt Karoline Große-Allermann, „ich kann den Landwirten schnell und effektiv Lösungen anbieten – das spart Zeit und Geld.“ „Für mich war es eine angenehme Überraschung, dass nicht nur der Verkauf im Mittelpunkt steht, sondern das gemeinsame Arbeiten an den festgelegten Zielen“, so Heiner Jaeger.

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