Fruchtbarkeit bei Kühen verbessern mit CNCPS

Fruchtbarkeit bei Kühen. Landwirt mit Kuh und Kalb im Abkalbestall.

Grundlage für eine erfolgreiche Milchproduktion ist eine gesunde und leistungsfähige Herde. Dabei ist eine gute Fruchtbarkeit bei Kühen in der Herde von entscheidender Wichtigkeit. Mit der Rationsberechnung nach CNCPS-Modell wird die optimale Nährstoffversorgung den Bedürfnissen der Tiere besser denn je gerecht. Dadurch wird die Basis für eine hohe Fruchtbarkeit bei Kühen geschaffen.

 

Mangelnde Fruchtbarkeit bei Kühen – eine der häufigsten Abgangsursachen


Unzureichende Fruchtbarkeit ist einer der Hauptgründe für frühzeitige Abgänge. Ziel der Milchviehhaltung ist Leistung, Gesundheit und Wirtschaftlichkeit hoch zu halten. Das wird durch leistungsfähige und langlebige Kühe erreicht. Die bedarfsgerechte Versorgung der Tiere mit Nährstoffen, Vitaminen und Spurenelementen ist dafür Grundvoraussetzung.


Verbesserung der Energieversorgung / Fruchtbarkeit wird bereits in der Transitphase beeinflusst


Besonders in der Hochlaktation gilt es die Phase der negativen Energiebilanz möglichst kurz zu halten. Dies erreicht eine energiereiche und gleichzeitig wiederkäuergerechte Rationsgestaltung. Die Rationsberechnung nach CNCPS-Modell ermöglicht es besser denn je, diese Anforderungen zu erfüllen. Die Berücksichtigung von Verdaulichkeiten erlaubt eine präzise Abstimmung der Futterkomponenten. Das gewährleistet eine maximale Energieversorgung. Durch die Betrachtung des Fettsäuremusters können auch Futtermittel mit höherer Energiekonzentration wie z. B. Vollfett-Sojabohnen eingesetzt werden, ohne die Pansenfermentation negativ zu beeinträchtigen. Dies beugt Stoffwechselerkrankungen wie Ketose und Leberverfettung vor. Die Stoffwechselgesundheit der Milchkuh ist Grundlage für das störungsfreie Heranreifen der Eizelle und einer erfolgreichen Besamung. Die Weichen dafür werden bereits viele Wochen vor dem eigentlichen Besamungstermin gestellt, wenn die Kuh sich noch in der Trockenstehphase befindet. In dieser Zeit reifen auf dem Eierstock die Follikel, aus denen die zu befruchtende Eizelle hervorgeht. Die Fütterung während der Transitphase ist somit 3-fach wichtig. Die Versorgung zu dieser Zeit hat direkten Einfluss auf die Gesundheit der Kuh, das ungeborenen Kalb und die heranreifenden Eizellen.


Fit bedeutet fruchtbar


Die Rationsberechnung nach CNCPS-Modell berücksichtigt neben der Leistung auch das Laktations- bzw. Trächtigkeitsstadium der Tiere. Dadurch wird jederzeit eine bedarfsgerechte Versorgung der Tiere sichergestellt. Besonders ein Verfetten der Kühe zum Ende der Laktation erhöht das Risiko von Stoffwechselerkrankungen in der Transitphase. Ein massives Einschmelzen dieser Fettpolster zu Laktationsbeginn führt zu Ketose und Leberverfettung. Die dabei mobilisierten Fettsäuren sind toxisch für die heranreifenden Follikel und senken die Eizellqualität. Das Auftreten von Ketosen um die Abkalbung geht außerdem mit einer geschwächten Immunabwehr einher und begünstigt weitere Erkrankungen. Ein Teufelskreis, denn diese Folgeerkrankungen verschlechtern wiederum die Energieversorgung. Der Ablauf einer Immunreaktion verbraucht täglich eine Energiemenge in der Größenordnung von mehreren Litern Milch. Zum anderen verhindern Gebärmutterinfektionen eine erfolgreiche Erstbesamung.


Methionin fördert Immunsystem und Stoffwechsel


Aktuelle Forschungsergebnisse und langjährige Erfahrungen haben gezeigt, dass besonders während der Transitperiode eine ausreichende Versorgung mit Eiweiß am Dünndarm der Kuh wichtig ist. Neben der absoluten Eiweißmenge, spielt die ausgewogene Versorgung mit Aminosäuren eine entscheidende Rolle für die Gesundheit der Kuh. Insbesondere die essentielle Aminosäure Methionin hat einen „funktionelle Effekt“. Sie verbessert die Stoffwechselleistung der Leber durch eine stärkere Ausprägung wichtiger Enzyme. Da in der Leber wichtige Proteine der Immunabwehr gebildet werden, fördert dieser Effekt direkt den Immun- und Gesundheitsstatus der Milchkuh. Methionin ist häufig erstlimitierend in der Ration. Durch die Futtermittelanalyse und dynamische Rationsberechnung nach CNCPS-Modell lässt sich die Eiweiß- und Aminosäureversorgung am Dünndarm erstmals sehr genau voraussagen. Potentielle Versorgungslücken werden vermieden. Die verbesserte Stoffwechselleistung und Immunabwehr der Kuh sind wichtig für einen gesunden Start in die neue Laktation, denn nur gesunde Tiere sind fruchtbar.


Fruchtbarkeit bei Kühen: Mit den richtigen Fetten zur erfolgreichen Trächtigkeit


Die Futtermittelanalyse nach CNCPS-Modell erlaubt erstmalig eine Untersuchung der ungesättigten und gesättigten Fettsäuren. Die ungesättigten Fettsäuren sind auch unter der Bezeichnung „Omega-Fettsäuren“ bekannt und haben vielfältige Wirkungen im Körper. Sie gehören zu den essentiellen Fettsäuren, werden also nicht vom Körper gebildet, sondern müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Sie sind vor allem in Leinsamen, Soja-, Raps- und Leinöl enthalten. Besonders die ungesättigten Fettsäuren Linolsäure (Omega-6) und Linolensäure (Omega-3) haben einen positiven Einfluss auf die Fruchtbarkeit. So wurde in Studien mit mehreren tausend Kühen gezeigt, dass die Trächtigkeitsverluste durch das Zufüttern von Omega-3-Fettsäuren deutlich abnahmen. Außerdem fördern ungesättigte Fettsäuren die Immunabwehr, was sich positiv auf die Gebärmuttergesundheit auswirkt. Daher ist ein optimales Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren bei der Rationsgestaltung zu beachten. Darüber hinaus verbessern Fettsäuren durch ihren hohen Energiegehalt gerade zu Laktationsbeginn die Energieversorgung, was eine hohe Follikel- und Eizellqualität sichert.


Vitamin-, Mineralstoff- und Spurenelementversorgung – Schlüssel für hohe Fruchtbarkeit bei Kühen

 

Die bedarfsgerechte Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen in jeder Leistungsphase ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für eine gute Herdenfruchtbarkeit. Die Kationen-Anionen-Bilanz (DCAB) beschreibt das Verhältnis zwischen den Kationen (Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium) und den Anionen (Chlor, Schwefel, Phosphat) in der gefütterten Ration. Leistungsphasenabhängig ist für die Kuh eine positive (Laktation) oder negative DCAB (Trockenstehphase) optimal. Ein niedriger DCAB-Wert während der Trockenstehphase senkt das Risiko für Milchfieber und Folgeerkrankungen wie Nachgeburtsverhaltung, Metritis und Ketose deutlich. Die ausreichende Versorgung mit Spurenelementen, allen voran Selen, Mangan und Zink, sowie mit Vitamin A, E und ß-Carotin sind wichtig für die Bildung von Fruchtbarkeitshormonen und einen optimalen Besamungserfolg. Gleichzeitig sichern sie eine hohe Kolostrumqualität. Dadurch legen sie den Grundstein für eine gesunde, leistungsfähige und fruchtbare Nachzucht.


Optimale Fruchtbarkeit bei Kühen mit SmartDairyNutrition


Die ideale Zusammensetzung der Ration trägt maßgeblich zur Fruchtbarkeit bei Kühen bei. Mit Grundfutteranalysen sowie einer Rationsberechnung nach CNCPS-Modell können erstmalig Aminosäuren und Fettsäuren gezielt analysiert und in der Fütterung eingesetzt werden. Das System arbeitet mit verschiedenen Umwelt- und Tierdaten. Dadurch trifft es präzise Voraussagen über den Energie- und Nährstoffbedarf der Tiere. Im Rahmen der digitalen Fütterungs- und Herdenmanagementberatung SmartDairyNutrition greift das dynamische Rationsberechnungsprogramm für diese Daten direkt auf die Herdenmanagementsoftware. Dies gibt zu jeder Zeit die volle Kontrolle über alle Betriebsbereiche in einem Programm.

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