Fütterungsratgeber: Bullenmast

Fresser & Bullen

Bullenmast - Bullen im Stall am Futtertisch

In der Bullenmast tritt die Maximierung der Leistung in den Vordergrund. Eine hohe Futteraufnahme, hohe tägliche Zunahmen und beste Schlachtkörperqualitäten sind die wichtigsten Voraussetzungen, um in der Bullenmast Geld verdienen zu können. Das Erreichen der oben genannten Ziele setzt insbesondere eine erfolgsorientierte Fütterung der Tiere voraus.  Das bedeutet, dass die Bullen ausreichend mit Nährstoffen, Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen versorgt werden müssen, um entsprechende Ergebnisse zu erzielen.


Für ein optimales Management in der Bullenmast gilt es daher folgende Kernfragen zu beantworten:


1.  Wie gelingt es, in der Bullenmast höchste Zunahmen zu erreichen?

2.  Wie gelingt es, mit optimierten Aufzuchtkosten ein gutes ökonomisches Ergebnis zu erzielen?

3.  Mit welcher Strategie erreichen Sie die ideale Schlachtkörperqualität?

 

 

Was in der Bullenmast wichtig ist

 

  • Die Deckung des Bedarfs an Mineralien, Vitaminen, Spurenelementen und Wirkstoffen ist die Grundlage für eine gute Tiergesundheit. Diese bildet die Basis für eine erfolgreiche Mast.
  • Für eine ideale Futtereffizienz müssen verschiedene Futterkomponenten so kombiniert werden, dass die Mikroben eine synchrone Nährstoffversorgung erhalten.
  • Entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg der  Bullenmast ist ein hohes Einkommen nach Futterkosten (IOFC). 


Fütterung

 

Die Fütterung der Bullen gestaltet sich relativ einfach. Die mit Abstand häufigste Methode der Bullenmast stellt die sogenannte „Mais-Silage-Mast“ dar. Hierbei bekommen die Bullen täglich ca. 3–4 kg  Kraftfutter (2–3 kg Getreide + 1 kg Sojaschrot), 150 g Mineralfutter und Mais-Silage ad libitum angeboten.

 


Voraussetzungen für eine hohe Futteraufnahme

 

  • Das Futter muss gut riechen und gut schmecken, damit viel davon aufgenommen wird.
  • Die Ration muss möglichst wiederkäuergerecht gestaltet werden, um Pansenacidosen und Klauenerkrankungen vorzubeugen und die Futteraufnahme zu erhöhen.
  • Das Futter muss die Widerstandsfähigkeit und den Stoffwechsel der Bullen fördern und die Pansenbakterien mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen versorgen, damit das Futter gut umgesetzt wird  und die Bullen schnell wachsen können.
  • Die Mais-Silage muss von bester Qualität sein. Der  Einsatz von Siliermittel verbessert nachweislich den Silierprozess, schützt vor Fehlgärungen nach Öffnen des Silos, reduziert die Nährstoffverluste in der Silage, erhöht die Futteraufnahme und verbessert die Mastleistung.
  • Es muss immer genügend frisches Wasser zur Verfügung stehen, damit die Bullen viel Futter aufnehmen.

 

Bedarfsorientierte Fütterung

 

Das Erreichen der oben genannten Ziele setzt insbesondere eine erfolgsorientierte Fütterung der Tiere  voraus. Das bedeutet, dass die Bullen ausreichend  mit Nährstoffen, Mineralien, Spurenelementen und  Vitaminen versorgt werden müssen, um entsprechende Ergebnisse zu erzielen. Sehr wichtig ist dabei eine aus reichende Versorgung mit Wirkstoffen für Fundament, Gelenke und Klauen: Biotin, Schwefel und die – idealerweise organisch gebundenen – Spurenelemente Zink und Kupfer. Das Pansenmilieu kann zusätzlich mit der Fütterung von Pansenpuffer verbessert werden.

 


Synchrone Nährstoffe im Pansen

 

Die höchste Mikrobenbiomasse und damit auch  Pansenleistung erreichen Sie, wenn die Ration optimal synchron ist. Das bedeutet, alle Nährstoffe liegen zur selben Zeit in gleichbleibenden Gehalten im Pansen vor. Auch passen langsam, mittel und schnell abbaubares Rohprotein und langsam, mittel und schnell abbaubare Energie zusammen. Bei reiner Mais-SilageMast fehlt häufig Zucker im Pansen und damit schnelle Energie für die Pansenbakterien. Zuckermangel durch ein sehr weites Stärke-Zucker-Verhältnis von > 3 : 1 kann durch die Zugabe von Zuckerkomponenten behoben werden. Da die Tiere Rohprotein meist nur über Kraftfutter (Soja-/Rapsextraktionsschrot) erhalten, ist der Anteil an im Pansen schnell löslichem Protein oft zu gering und damit die Ruminale N-Bilanz deutlich negativ. Um die RNB zu erhöhen und gleichzeitig EiweißKraftfutter einzusparen, ist die Zugabe von elementarem, schnell löslichem Stickstoff sinnvoll.

 

Erlös nach Futterkosten

 

Mit einer synchronen Ration und einer sehr guten  abgestimmten Nährstoff- und Wirkstoffversorgung  optimieren Sie die Aufzuchtkosten und die Schlachtkörperqualität. Das Ergebnis ist eine optimierte biologische Leistung und ein hoher Erlös nach Futterkosten.

 

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