Fütterungsratgeber: Die Stoffstrombilanz verbessern

Die Fütterung machts

Mastschwein im Stall.

Ein Großteil der Betriebe mit intensiver Tierhaltung muss in einer Bilanz die Ströme von Stickstoff (N) und Phosphor (P) darlegen. Diese Stoffstrombilanz ist nichts anderes als eine Hoftorbilanz: Wie viel N und P kommen durch das „Hoftor“ in den Betrieb hinein und wie viel heraus.

 

Zugekauftes Futter bringt viel N und P


Bei der LfL Bayern läuft dazu aktuell das Projekt „demonstration farms“.

13 Schweinemast- und 9 Ferkelerzeugerbetriebe aus Bayern nehmen seit dem Wirtschaftsjahr 2017/2018 daran teil. Die Auswertung der N- und P-Ströme aus dem ersten Jahr zeigt: 45 bis 76 Prozent des gesamten N-Inputs in den Schweinemastbetrieb kommen über den Futterzukauf. Beim P-Input sind es 57 bis 89 Prozent. Die Werte bei den Ferkelerzeugern liegen auf ähnlichem Niveau. Beim N- und P-Input über Futtermittel haben Sojaschrot und Eiweißergänzer die größte Bedeutung. Auch zugekauftes Getreide bringt N und P in das „System“. Auffallend sind die P-Einträge über Mineralfutter: Diese machen bei den Mastbetrieben bis zu 20 % aller Futtermittel-P-Importe aus. Bei Ferkelerzeugern sind es sogar bis zu 35 %. (Dr. Stephan Schneider, LfL Bayern, 2019)
 

Sie wollen ihre Stoffstrombilanz verbessern?


Aus der N- und P-Bilanz ihres Betriebes geht hervor viel N- und P Sie in Form von Gülle abgeben müssen. Die Abgabe von Gülle verursacht je nach Region hohe Kosten. Wie können Sie die Zahl der abzugebenden Kubikmeter verringern?

 

Möglichkeit 1 zur Verringerung der Stoffstrombilanz: Den Input von N und P verringern


Die Fütterung machts! Stellen Sie in der Mast von 2 auf 3,  4 oder mehr Phasen um. Dann können Sie die Rohprotein(XP)- und P-Gehalte deutlich absenken.
- 0,5 % XP = -5 kg pro Tonne Futter = -11,4 kg Sojaextraktionsschrot(44) pro Tonne!
Tabelle 1 zeigt, dass dabei auch die Ausscheidungen von N und P2O5 sinken. Bei exakter Fütterung geht das bei gleichbleibend hohe Mastleistungen.
-1,0 kg N pro Mastplatz und Jahr = -1.000 kg N pro Jahr bei einem 1.000er Maststall!
 
 
Der betriebsindividuelle Bilanzwert liegt inklusive Toleranz bei 119 kg N/ ha.

Wenn Sie 1.000 kg N pro Jahr einsparen bedeutet das:
  • Sie benötigen 8,4 ha weniger Fläche für Gülle
  • Oder Sie müssen (bei 5 kg N /m3)  200 m3 weniger Gülle abgeben!
 
Setzen Sie zudem P-armes bzw. P-freies Mineralfutter ein:
SUSan Mast® UN, SUSan Mast® Top VM und SUSan Mast® Top EM.

 

 

Möglichkeit 2 zur Verringerung der Stoffstrombilanz: Output über Tierverkauf erhöhen


Je höher die Mastleistungen, desto mehr (schlachtreife) Tiere können Sie pro Jahr verkaufen. Die Berechnungen (ohne Reinigung und Leerstand) in Tabelle 2 zeigen:
 
  • 850 g tägliche Zunahmen =  244 kg Zuwachs pro Mastplatz und Jahr = 2,70 Durchgänge
  • 950 g tägliche Zunahmen = 267 kg Zuwachs pro Mastplatz und Jahr = 2,96 Durchgänge
 
Mit höheren Zunahmen steigen zwar die N- und P-Ausscheidungen pro Mastplatz und Jahr (Tabelle 2). Pro Mastplatz und kg Zuwachs sinken diese jedoch. Bei stark N- und P-reduzierter Fütterung beträgt der Rückgang -3 g N und – 1,4 g P pro kg Zuwachs (Tabelle 3)
 
 
Pro schlachtreifem Mastschwein fallen weniger N- und P-Ausscheidungen an. Sie benötigen pro erzeugtem Schlachtschwein weniger Güllefläche bzw. müssen weniger Gülle abgeben.
 
Entdecken Sie das Potential Ihrer Mastschweine und verbessern Sie Ihre Stoffstrombilanz.
Die Fütterung machts. Sano unterstützt Sie dabei.

Ihr direkter Kontakt zu uns

Sano Moderne Tierernährung GmbH

Weiterer Inhalt

Fütterungskonzept Mastschweine Coverbild

In unserem Sano Fütterungsratgeber für Mastschweine erhalten Sie, von unseren Fütterungsexperten, Antworten auf allgemeine Fütterungsfragen und wertvollen Praxistipp.Eine optimale und bedarfsgerechte Schweinefütterung ist die Grundvoraussetzung

Landwirt im Stall bei Mastschweinen in der Vormast.

Entscheidend für die wirtschaftliche Schweinemast ist die bedarfsgerechte Fütterung in den unterschiedlichen Mastphasen. Zentraler Bestandteil der Eigenmischungen ist ein Mineralfutter, das zu den eingesetzten Komponenten passt. In der Vormast

Bild im Stall - Mastschweine in der Mittelmast beim Fressen.

Entscheidend für die wirtschaftliche Schweinemast ist die bedarfsgerechte Fütterung in den unterschiedlichen Mastphasen. Zentraler Bestandteil der Eigenmischungen ist ein Mineralfutter, das zu den eingesetzten Komponenten passt. In der Mittelmast

Schweine in Endmastphase im Stall

Entscheidend für die wirtschaftliche Schweinemast ist die bedarfsgerechte Fütterung in den unterschiedlichen Mastphasen. Zentraler Bestandteil der Eigenmischungen ist ein Mineralfutter, das zu den eingesetzten Komponenten passt. In der Endmast