Fütterungsratgeber: Ferkelaufzucht Phase 1

Zuchtsauen & Ferkel

Ferkel

Während in der Absetzphase besonderer Wert auf die Gesundheit der Ferkel und die Entwicklung des Verdauungssystems gelegt wird, tritt in der anschließenden Aufzuchtphase die Leistung in den Vordergrund. In der Ferkelaufzucht sollen die Ferkel durch eine optimale Futterverwertung hohe tägliche Zunahmen erzielen. Für einen guten Fleischzuwachs stellt diese Phase hohe Ansprüche an die eingesetzten Futterkomponenten und besonders an das Aminosäuremuster der Mischung.


Für ein optimales Management in der Ferkelaufzucht, Aufzuchtphase 1, gilt es daher folgende Kernfragen zu beantworten:


1.  Welche Möglichkeiten gibt es, die Futterverwertung zu optimieren?

2. Wie gelingt es, hohe tägliche Zunahmen bei allen Ferkeln zu erfüttern, um gleichmäßige Ferkelpartien zu erreichen?

 

 

Ferkelaufzucht - Was in Phase 1 wichtig ist

 

  • Das Aufzuchtfutter 1 darf sich nicht zu sehr vom Absetzstarter unterscheiden, um einen sanften  Futterwechsel und ein gleichmäßiges Wachstum zu gewährleisten.
  • Gerade im Aufzuchtstall ist das Proteinansatzvermögen Ihrer Ferkel besonders hoch. Wichtig für die Steigerung des Fleischansatzes ist, dass das Futter mit allen notwendigen Aminosäuren ausgestattet ist.
  • Die Wirkstoffkomplexe SangroSan® und ButySanProtect® fördern die Verdauungsvorgänge und die Darmgesundheit und verbessern die Futteraufnahme und die Futterverwertung.

 

Hohe Absetzgewichte fördern den Erfolg der Ferkelaufzucht 

 

Das Leistungsvermögen Ihrer Ferkel in der Aufzucht ist stark von deren Vorgeschichte abhängig. Beispielsweise wachsen Ferkel in der Aufzucht wesentlich besser, je höher die Absetzgewichte sind. Die Absetz gewichte werden stark von den Geburtsgewichten beeinflusst, die wiederum von der Fütterung der Sauen abhängen. Optimieren Sie also für hohe Leistungen im Aufzuchtstall zunächst die Fütterung Ihrer Sauen und steigern Sie damit die Geburts- und Absetzgewichte Ihrer Ferkel. Um die oben genannten Leistungsziele zu erreichen, muss das Ferkelaufzuchtfutter gut riechen und schmecken, denn Ferkel haben einen sehr sensiblen Geruchs- und Geschmackssinn und reagieren empfindlich auf abrupte Änderungen in der Futterzusammensetzung. Fressen Ihre Ferkel eine Zeitlang nicht, müssen Sie mit einem Wachstumseinbruch rechnen. Dieser wird durch das sogenannte „kompensatorische Wachstum“ zwar wieder aufgeholt, geht jedoch zu Lasten des Magerfleischanteils und spiegelt sich in  Verkaufserlösen wider.

 

Aufzuchtfutter 1: ähnlich wie Absetzstarter

Das Aufzuchtfutter 1 für Ihre Ferkel darf sich deshalb von den Komponenten her nicht zu sehr vom Absetzstarter unterscheiden, um einen sanften Futterwechsel und ein gleichmäßiges Wachstum zu gewährleisten. Zur Verbesserung der Futterverwertung und der Verdauungsvorgänge sind hochverdauliche Komponenten sowie alle notwendigen Nähr- und Wirkstoffe weiterhin Grundvoraussetzung.

 

Hochverdauliche Komponenten in der Ferkelaufzucht

 

Das Aufzuchtfutter 1 darf aufgrund der enthaltenen antinutritiven Stoffe kein oder nur geringe Anteile Rapsextraktionsschrot enthalten, sondern als Eiweißquellen nur hochwertige wie Sojaextraktionsschrot, Milchprodukte, speziell behandeltes Sojaprotein konzentrat oder hydrolysierte Blutzellen.


Futterprotein

 

Gerade im Aufzuchtstall ist das Proteinansatzvermögen Ihrer Ferkel besonders hoch. Protein ist Eiweiß und entspricht dem später gut bezahlten Magerfleischanteil. Fördern Sie also in der Aufzucht unbedingt die täglichen Zunahmen. Damit verbessern Sie zusätzlich noch die Futterverwertung und sparen Futterkosten. Wichtig für die Steigerung des Fleischansatzes ist, dass das Futter mit allen notwendigen Aminosäuren ausgestattet ist. Das heißt, dass die essentiellen Aminosäuren in der Mischung in einem Verhältnis stehen müssen, das möglichst genau auf den Bedarf der Ferkel ausgerichtet ist. Wenn im Futter eine benötigte Aminosäure fehlt, können auch die anderen Aminosäuren nicht vollständig verwertet werden. Die Ferkel können ihr genetisches Potential für den Proteinansatz dann nicht optimal ausschöpfen.


Aminosäuren werden zum einen durch Proteinfuttermittel – wie Sojaextraktionsschrot – geliefert. Zum anderen sind sie in optimaler Menge und Zusammensetzung auch in einem hochwertigen Mineralfutter für die Ferkelaufzucht enthalten. Durch eine spezielle Aminosäurekombination wird der Eiweißgehalt des Futters minimiert und gleichzeitig die Aminosäurezusammensetzung des Futters optimiert. Hydrolysierte Blutzellen sind ein hochwertiger Lieferant von tierischem Protein und haben deshalb das optimale Aminosäuremuster. Zusätzlich sind biogene Wirkstoffe enthalten, welche das Immunsystem fördern. Durch die ausgezeichnete Eiweißqualität und hohe Verdaulichkeit werden Stoffwechsel und Verdauungssystem entlastet.
 

Auf diese Weise erhalten die Tiere ein ideales Eiweiß, das mehrere Vorteile bringt (Abb. 12):

  • Einsparung von teurem Sojaextraktionsschrot.
  • Vermeidung von Eiweißüberschüssen im Futter und dadurch höhere tägliche Zunahmen und eine Verbesserung der Futterverwertung.
  • Verringerung der Säurebindungskapazität des Futters. Dies führt zu höheren Leistungen und zu einer besseren Gesundheit der Ferkel.
  • Optimale Ausnutzung des Eiweißansatzvermögens der Ferkel, das bedeutet viel Fleischbildung.
  • Verringerung der Stickstoffausscheidung und damit verbunden eine Verbesserung der Güllebilanz (Stickstoff) und eine bessere Stallluft.

 


Gleichmäßige Partien

 

Mit einer optimierten Aminosäuren-Versorgung und hochverdaulichen Komponenten bewirken Sie, dass alle Ferkel – auch die kleineren und leichteren – hohe tägliche Zunahmen erreichen. Die exakte Nährstoff versorgung und das schmackhafte Futter sorgen dafür, dass die Partien homogener sind und gleichmäßig wachsen.

 

Alle Informationen zur Ferkelaufzucht erhalten Sie in unserem umfangreichen Sano Fütterungskonzept für Zuchtsauen & Ferkel.

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