Fütterungsratgeber: Jungvieh

Kälber & Jungvieh

Landwirtin im Außenstall vor ihrem Jungvieh.

In der Aufzucht von Jungvieh gibt es drei Phasen. Erfahren Sie hier oder im detaillierten Fütterungskonzept von Sano für Kälber & Jungvieh welchen ernährungsphysiologischen Anforderungen Ihre zukünftigen Kühe haben.

 

 


 

Phase 1: Aufzucht von Jungvieh

In der 1. Phase der Jungviehaufzucht müssen die Jungrinder hohe Zunahmen erreichen und gleichzeitig gesund erhalten werden. Die genaue Beobachtung der Entwicklung der Tiere und die Versorgung mit hochwertigen Futterkomponenten  stellen hier die größten Herausforderungen dar.

Alle Fehler, die in der 1. Aufzuchtphase gemacht werden, gehen zulasten der Lebensleistung und der Stoffwechselgesundheit.


Für ein optimales Management in der 1. Phase der Jungviehaufzucht gilt es daher folgende Kernfragen zu beantworten:


1.  Wie gelingt es, die Färsen mit einem stabilen Fundament und gesunden Klauen auszustatten?

2.  Welche Stellschrauben gibt es, um die Aufzucht der Färsen möglichst preiswert zu gestalten?

3.  Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden,  um einen Laktationsstart mit hoher Einsatzleistung und gesundem Euter zu erreichen?

 

 

In der 1. Phase der Aufzucht werden die Kälber intensiv aufgezogen. Vom Absetzen bis zum Alter von 9 Monaten müssen tägliche Zunahmen von mindestens 900 g erreicht werden, damit die Jungrinder sich gut ent wickeln und später als Kühe einen leistungsfähigen Stoffwechsel haben und eine hohe Milchleistung erbringen.


Besonders wichtig sind dabei eine gute Körperentwicklung und ein angemessenes Wachstum des Euters.  Zwischen dem 3. und 9. Lebensmonat wird die Euteranlage ausgebildet. Eine intensive Fütterung in dieser Phase fördert das Wachstum und die optimale Ausbildung des Euters. Wird zu verhalten gefüttert, lagert sich Fett in das Eutergewebe ein. Dies führt zu einer Verringerung der Milchleistung. Das Futter für die Jungviehaufzucht 1 muss gut riechen und schmecken und sollte von bester Qualität sein sowie viele hochverdauliche Inhaltsstoffe enthalten. Damit sorgen Sie in der Jungviehaufzucht für gesunde Tiere. Auch Wasser muss in bester Qualität und ausreichender Menge zur freien Aufnahme zur Verfügung stehen.
 
Ein Jungrind im Gewichtsabschnitt zwischen 100 und 290 kg nimmt täglich zwischen 10 und 30 Liter Wasser auf. Mit Blick auf die spätere Leistung und Stoffwechselgesundheit als Milchkuh ist eine intensive Aufzucht in der 1. Phase eine gute Investition, da Kosten und späterer Nutzen im optimalen Verhältnis stehen.


Und so einfach geht’s: Füttern Sie eine hochwertige Jungviehration mit  ≥ 6,7 MJ NEL, ≥ 16 % XP und 100 g Sano Jungviehmineral.

 


 

Phase 2: Aufzucht von Jungvieh

In der 2. Phase der Jungviehaufzucht müssen die Jungrinder mit mittleren Zunahmen auf das optimale Gewicht für die Erstbelegung vorbereitet werden. Die Herausforderung ist hier, eine Überkonditionierung zu verhindern und zum gewünschten Erstbesamungsalter das optimale Gewicht zu erreichen.


Alle Fehler, die in der 2. Aufzuchtphase gemacht werden,  wirken sich negativ auf den Besamungserfolg und auf das Erstkalbealter aus.


Für ein optimales Management in der 2. Phase der Jungviehaufzucht gilt es daher folgende Kernfragen zu beantworten:


1.  Wie gelingt es, ein gleichmäßiges Wachstum zu erreichen?

2.  In welchem Alter und bei welchem Gewicht ist der  optimale Zeitpunkt für die 1. Belegung?

3.  Welche Stellschrauben gibt es, um die Aufzucht der Jungrinder möglichst preiswert zu gestalten?

 

 

In der 2. Phase der Jungviehaufzucht werden die Tiere etwas verhaltener ernährt. Im Alter von 9 Monaten bis zum Belegen müssen die täglichen Zunahmen auf etwa 750 bis 800 g reduziert werden, damit die Jung rinder gleichmäßig wachsen und nicht in eine Überkonditionierung hineinlaufen. Deshalb kann die Ration in der 2. Phase „dünner“ und damit auch preiswerter ausfallen.


Das optimale Gewicht zum Zeitpunkt der ersten  Belegung liegt bei 400 bis 420 kg. Dies gilt sowohl für Holstein und Brown-Swiss als auch für Fleckvieh.  Das ideale Alter für die erste Belegung ist bei Holstein, Fleckvieh und Brown-Swiss ca. 15 Monate, sodass die Färsen im Alter von 24 Monaten zum ersten Mal abkalben.


Ob sich die Tiere „nach Plan“ entwickeln und die  400 bis 420 kg für die erste Belegung schon erreicht haben, kann durch Wiegen oder durch ein Gewichtsmaßband ermittelt werden. Diese Kontrolle sollte  regelmäßig und in kurzen Abständen durchgeführt  werden, um möglichst schnell auf Fütterungsfehler reagieren zu können.


Und so einfach geht’s: Füttern Sie eine hochwertige Jungviehration  mit 5,8–6,0 MJ NEL, 13–14 % XP und 120 g eines  Sano Jungviehminerals.

 


 

Phase 3: Aufzucht von Jungvieh

In der 3. Phase der Jungviehaufzucht müssen die Färsen mit mittleren Zunahmen auf das optimale Gewicht für die Abkalbung und die 1. Laktation vorbereitet werden. Die Herausforderung ist hier, eine Überkonditionierung zu verhindern und zum Abkalbetermin das optimale Gewicht zu erreichen.


Alle Fehler, die in der 3. Aufzuchtphase gemacht werden, gehen zulasten der Leistungsbereitschaft in der ersten  Laktation, wie Tagesmilchmenge und Fruchtbarkeit.


Für ein optimales Management in der 3. Phase der Jungviehaufzucht gilt es daher folgende Kernfragen zu beantworten:


1.  Wie gelingt es, die Färsen mit einem stabilen Fundament und gesunden Klauen auszustatten?

2.  Welche Stellschrauben gibt es, um die Aufzucht der Färsen möglichst preiswert zu gestalten?

3.  Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden,  um einen Laktationsstart mit hoher Einsatzleistung und gesundem Euter zu erreichen?

 

In der 3. Phase der Jungviehaufzucht werden die Färsen weiter gebremst. Zu intensiv gefütterte Rinder verfetten und sind anfällig gegenüber Geburtsproblemen, Stoffwechselstörungen zu Laktationsbeginn und Fruchtbarkeitsstörungen. Die Ernährung sollte aber auch nicht  zu verhalten sein, denn Tiere mit einem zu geringen Abkalbegewicht haben eine schlechtere Einsatzleistung.


Angestrebt werden tägliche Zunahmen von 650 g bis maximal 700 g, sodass die Jungtiere im Alter von 24 Monaten und einem Gewicht von ca. 600 kg zum  ersten Mal abkalben. Sie sollten dabei alle Komponenten der TMR der laktierenden Kühe erhalten, um den  Pansen auf die erste Laktation vorzubereiten. Es ist wichtig, die Entwicklung der Rinder auch in dieser Phase regelmäßig zu kontrollieren.


Und so einfach geht’s: Füttern Sie eine hochwertige Jungviehration  mit 5,5–5,8 MJ NEL, etwa 12,5 % XP und 150 g eines Sano Jungviehminerals.

 

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