Fütterungsratgeber: Stoffwechselerkrankungen Kuh

Milchkuh

Drei Personen befinden sich im Kuhstall und schauen gemeinsam in ein Tablet.

Stoffwechselerkrankungen bei Kühen können verschiedene Ursachen haben. Hier erhalten Sie einen Überblick über Ursachen, Auswirkungen und mögliche Krankheitsbilder.

 

Erhalten Sie alle Informationen rund um die richtige Fütterung von Milchkühen hier im Sano Fütterungskonzept.

 

Stoffwechselerkrankungen Kuh - so entstehen sie:

 

 

Stoffwechselerkrankungen Kuh - So bekommen Sie diese in den Griff

 

Das Immunsystem

 

Mastitis, Metritis und Nachgeburtsverhaltung sind  Folgen eines geschwächten Immunsystems (Goff und Horst 1997b). Mehrere essenzielle diätische Nährstoffe sind an dessen Ausprägung beteiligt (NRC 2001).

Die Stärkung des Immunsystems erreichen wir durch:

  • Gezielte Verabreichung von Vitaminen,  anorganischen und organischen  Spurenelementen und Antioxidantien
  • Vermeidung von Milchfieber
  • Reduzierung der negativen Energiebilanz  durch den Einsatz von energetischen  Zusatzprodukten und Fettsäuren
  • Balancieren der Aminosäuren in der Ration

 


Negative Energiebilanz - Unausgewogene AS-Versorgung 

 

Hohe Milchleistungen zu Beginn der Laktation resultieren immer in einer negativen Energiebilanz. Dadurch kommt es oft zu Ketosen und als Langzeiteffekt zur Fettleber (Havlin et al., 2017). Zusätzlich ist die Funktion der Ovarien unterdrückt, da im Nährstoff- und  Hormonhaushalt der Kuh nicht genügend Energie für eine Trächtigkeit zur Verfügung steht (Staples et al., 1998, NRC 2001).

Der einzige Lösungsansatz hierfür ist die Optimierung der Ration durch:

  • Erhöhung der TS-Aufnahme vor der Kalbung
  • Zufütterung von funktionellen Fettsäuren – OmegaFettsäuren – bereits in der Trockenstehzeit und ein ausgewogenes Fettsäuremuster in der Laktation. Zu berücksichtigen sind hierbei vor allem die Palmfettsäure, die Stearinfettsäure und der Gehalt an ungesättigten Fettsäuren in der Ration.
  • Verwendung von stoffwechselaktiven Substanzen wie Niacin und Cholin
  • Erhöhung des Blutzuckergehaltes durch  DextroFAT Protect®
  • Balancierte Ration mit optimalem Lysin-MethioninVerhältnis
  • Verbesserung der Verdaulichkeit der Ration durch ausgewählte Futtermittel und pansenaktive Regulatoren wie SANABI+, Lebendhefen, schnell verfügbare Stickstoffverbindungen und Zucker
  • Balancieren der Aminosäuren in der Ration

 

Calciummangel

 

Es ist erwiesen, dass Störungen des Calciumstoffwechsels ursächlich an der Entstehung von Milchfieber, Labmagenverlagerung, Nachgeburtsverhaltung und Mastitis beteiligt sind (NRC 2001). Über die gezielte Ansäuerung der Trockenstehration, inklusive ausgewogener Magnesiumversorgung zur Stimulierung der Resorption, kann die Kuh nach der Geburt das benötigte Calcium aus Körper und Ration mobilisieren (Horst und Goff, 1997; Goff et al., 1997). In der Laktation hingegen stellen wir den DCAB-Wert durch die Verwendung von Kationen bewusst positiv ein. Dadurch erreichen wir eine höhere Futteraufnahme und höhere Milch produktion (Iwaniuk und Erdmann, 2015).  Ziel: 350 mEq/kg Trockenmasse.

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Sano Moderne Tierernährung GmbH
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