Leistungskiller Mastitis

Die wichtigsten Fakten zur Euterentzündung

Eine Mastitis ist eine Entzündung des Euters. Mit 200 bzw. 220 € pro Fall verursachen Euterentzündungen hohe Kosten für Michviehbetriebe (Dr. Guard, Cornell Universität / USA bzw. ineda, Europäisches Institut für profitable Milchproduktion). Im Laufe einer Laktation infizieren sich bis zu 50 Prozent der Kühe mit Keimen, die die Euterentzündung auflösen. Sie ist eine klassische Faktorenkrankheit. Eine Euterentzündung kann durch verschiedene Erreger und Faktoren entstehen.

 

Welche Ursachen für Mastitis gibt es?


Körpereigene Abwehr und Blut-Euter-Schranke verhindern das Eindringen von Erregern. Krankmachende Erreger alleine reichen deshalb nicht aus, um die Krankheit auszulösen. Stallhygiene, Fütterungsmanagement und Melktechnik haben einen großen Einfluss.
 
Folgende Faktoren schwächen allgemein die Immunabwehr des Tieres bzw. speziell des Euters:
 
  • mangelnde Stallhygiene, feuchte Einstreu
  • Verschmutzung des Euters
  • Zugluft
  • schlechte Klauenpflege
  • Fehler in der Melktechnik
  • ungenügendes Ausmelken
  • verschmutztes Melkzeug
  • Fütterungsfehler
  • Futterumstellungen

Folgende bakterielle Erreger können bei geschwächter Immunabwehr Eutererkrankungen auslösen:
 
 
Kuhassoziierte Erreger:
 
  • Übertragung von Kuh zu Kuh
  • Übertragung vor allem beim Melken
  • Übertragung durch Haltungsfehler
 
Umweltassoziierte Erreger:
 
  • Vorkommen auf Einstreu, Laufflächen und Liegeflächen
  • Übertragung vor allem im Stall zwischen den Melkzeiten
 

Quelle: Boehringer Ingelheim, 2011

 

So erkennen Sie eine Euterentzündung

 

Akut:

 
  • Euterviertel ist geschwollen, heiß, gerötet und schmerzhaft
  • Kuh schlägt beim Berühren des Viertels
  • Melken ist erschwert
  • Hohe Zellzahlen
  • Milch enthält Flocken, Eiter oder hat Milchkonsistenz verloren (wässrig)
  • Oft auch hohe Atemfrequenz („Pumpen“), kaum Futteraufnahme, Festliegen
  • Kann tödlich enden (z.B. E. Coli ohne schnelle Behandlung)
 

Klinische Mastitis (Erreger abhängig):

 

  • Euterviertel ist geschwollen, heiß, gerötet und schmerzhaft
  • Fressunlust
  • geringeres Tagesgemelk
  • Milch enthält Flocken, Eiter oder hat Milchkonsistenz verloren (wässrig)
 

Subklinisch:

 
  • Betroffenes Euterviertel ist nicht/kaum verändert
  • Ggf. leichte Verhärtung des Viertels
  • Milch ist nicht verändert
  • geringeres Tagesgemelk
  • Erhöhte Zellzahl in der Tankmilch bzw. bei einzelnen Tieren (MLP-Bericht)
  • Erregernachweis nicht immer möglich
  • Schalmtest zeigt infiziertes Euterviertel an
 

Chronische Mastitis:

 
  • Langfristig erkranktes Euterviertel
  • kann aus subklinischer oder akuter Mastitis entstehen
  • Heilt spontan aus oder heilt auch bei Behandlung gar nicht aus
  • Chronisches Euterviertel ist ggf. kleiner als die gesunden Viertel
  • Klinische und akute Entzündungen wechseln sich mit „gesunden“ Phasen ab
  • Milch wechselt immer wieder zwischen Flocken/Fibrin und normaler Konsistenz
  • Zellzahl bei betroffenen Tieren im MLP-Bericht mindestens dreimal in Folge > 200.000
 
Achten Sie auf die Eutergesundheit Ihrer Kühe. Gesunde Euter bringen mehr Milch, weniger Behandlungskosten und weniger Arbeitsaufwand.
 
Was können Sie konkret gegen Euterentzündungen tun?


Hier finden Sie die wichtigsten Kennzahlen und einen 12-Punkte-Plan für gesunde Euter!

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