Mit Plan gegen Futterknappheit

Vorteile und Möglichkeiten der Futterplanung

Futternknappheit

Ernte gut, alles gut? Die Futterernte ist für dieses Jahr eingefahren. Die Silos mal mehr, mal weniger gut gefüllt. Jetzt heißt es Bilanz ziehen: Was habe ich geerntet und wie lange wird es reichen? Denn bis zur nächsten Futterernte ist es noch ein gutes halbes Jahr hin. Allerhöchste Zeit also, um  zu sehen, wie es um die Futtersituation steht.

Dieser und der letzte Sommer haben in vielen Regionen Mitteleuropas ihre Spuren hinterlassen. Im Westen und Osten Deutschlands ist das Grundfutter schon wieder knapp. Eine Futterplanung schafft hier Klarheit. Sie bildet die Grundlage für alle weiteren Entscheidungen wie Rationsplanung, Tierverkauf, Futterzukauf und -verkauf sowie Anbauplanung. 

BILANZ ZIEHEN

Zunächst ist die Ist-Situation auf Ihrem Betrieb zu betrachten. Grundlage bilden die Anzahl der Tiere und der Zeitraum, für den das jeweilige Futter reichen muss. Darauf aufbauend  wird der Bedarf der Tiere nach Lebens- und Leistungsphase ermittelt. Welche Mengen benötigen Milchkühe, Trockensteher und Jungvieh? Wir zeigen es bei Grassilage an einem Beispielbetrieb mit 100 Milchkühen (Rechenbeispiel: RATION, auf der nächsten Seite). Dasselbe gilt natürlich für Maissilage. Grundsätzlich spielt die individuelle Grundfuttersituation eine wichtige Rolle. Wir unterstellen bei unserem Beispielbetrieb ein Gras-Mais-Verhältnis von 50:50. Die Berechnungen finden Sie zusammengefasst auf der nächsten Seite.

Dem voraussichtlichen Bedarf stellen Sie nun die eigenen Futtervorräte gegenüber. Rechnen Sie realistisch! Es reicht  nicht, nur den Zeitraum bis zur nächsten Ernte zu betrachten. Silagen benötigen Zeit zum Durchsilieren, damit sie beim Öffnen stabil bleiben. Die Zeit muss in der Planung mit eingerechnet werden. Einfach alle Silos voll zu machen, schützt nicht automatisch vor Futtermangel. Verdaulichkeit, Nährstoff- und TS-Gehalte sowie Verdichtung können sich erheblich unterscheiden. Ein Beispiel: Ihr Mais war letztes Jahr auf 250 kg Trockenmasse pro m3 verdichtet. Dieses Jahr haben Sie nur 200 kg Trockenmasse pro m3 ins Silo gebracht. Das Silo ist optisch genauso voll, enthält aber 20 Prozent weniger Futter. Sie können die Verdichtung schätzen und so einen Überblick über Ihre Vorratssituation bekommen (Rechenbeispiel: VORRAT).

FUTTERANALYSE

Egal, ob Sie Futter in ausreichender Menge ernten konnten oder ob Sie witterungsbedingte Einbußen hatten: Eine Rationsplanung gehört immer mit dazu. Der Einsatz der Silagen hängt dabei von verschiedenen Faktoren wie Vorschub, Verfügbarkeit und Qualität ab. Dafür ist die genaue Kenntnis der Eigenschaften und Nährwerte der Silagen notwendig. Eine Laboranalyse, bei der die Rohnährstoffe und Verdaulichkeiten der Silagen untersucht werden, klärt auf. Die Analyse muss dabei möglichst nah am Zeitpunkt der tatsächlichen Verfütterung stattfinden. Das  heißt, wenn die Silage durchsiliert ist und Sie das Silo öffnen. So ist klar, wie viel und welches Futter Sie benötigen. Zu- oder  Verkäufe können Sie langfristig planen. Das spart Geld und  bringt Sicherheit. 

Gerade bei knappen Silagevorräten sollten Sie regelmäßig den Trockenmassegehalt überprüfen. Verändert sich dieser, dann müssen Sie Ration und Entnahmemengen (Frischmasse!) anpassen. Verdaulichkeiten von Stärke und Faser verändern sich ebenso mit zunehmender Silierdauer. Ob mehrere Laborproben sinnvoll sind, müssen Sie je nach Nutzungsdauer des Silos entscheiden.

 

AUCH OHNE WAAGE – SILAGEVORRAT ÜBER VORSCHUB  ERMITTELN

Betriebe mit konventioneller Fütterung haben meist keine Möglichkeit, die Futterkomponenten abzuwiegen. Eine einfache Methode bietet die Lösung: Messen Sie den Silovorschub und Sie können den Silageverbrauch einfach abschätzen. Und sofunktioniert es: Einmal pro Woche an der Silowand den aktuellen Stand des Anschnittes kennzeichnen. Über Breite und Höhe des Silos können Sie das wöchentlich entnommene Volumen nun errechnen (Rechenbeispiel: VORSCHUB). Die melkenden Kühe sollten dabei möglichst konstante Rationen bekommen. Siehe Rechenbeispiel KNAPPHEIT und Tipps: Lösung 1 bis 4.

Gerade bei Futterknappheit sind Laboranalyse, Rationsberechnung und Futterplanung essentiell. Lassen Sie sich bei der passenden Rationsgestaltung von Ihrem zuständigen Sano Fütterungsberater unterstützen! Melden Sie sich unter:+49 (0) 8744 5754 001 oder beratung@sano.de

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