Tipps und Tricks zur Kosteneinsparung bei der Kuhfütterung

Die Optimierung der Kuhfütterung sollte ein kontinuierlicher Prozess auf jedem Betrieb sein. Zeitlich lässt es sich häufig nicht umsetzen. Mit den derzeitigen Milchpreisen wird oft jede Möglichkeit zum Sparen genutzt. Das Rationieren an der falschen Stelle kann erhebliche Kosten verursachen.

Wie lässt sich die Fütterung optimieren und gleichzeitig Kosten einsparen?

Einer der Hauptbestandteile in der Milchproduktion sind die Futterkosten. Bei der Fütterung lässt sich daher Geld einsparen. Jeder Landwirt sollte das Ergebnis bei einer Sparmaßnahme im Auge behalten. Besonders wichtig ist, dass man die Milchleistung, die Gesundheit und Fruchtbarkeit der Tiere bei einer Änderung der Fütterung kontrolliert.

Gute Silagequalitäten

Gute Silagequalitäten bedeuten auch gleichzeitig eine gute Einsparung von Kosten.

Der Erfolg von Betrieben ist auch auf eine gute Silagequalität zurückzuführen.

Bei den Silagen liegt das Augenmerk der Qualität besonders auf den Nährstoffen. Alle Kosten, die sich bei der Silierung ergeben - von den Technikkosten über Arbeitskosten bis hin zum Lohnunternehmer - bleiben die Gleichen. Zudem können die Kühe mit gutem Grundfutter viel kostengünstige Milch produzieren, da weniger Kraftfutter benötigt wird. Probleme mit Stoffwechselkrankheiten treten bei Betrieben mit Topsilagen deutlich seltener auf. Deshalb nutzen auch Sie die Möglichkeit mit der Optimierung des Silagemanagements zur langfristigen Kostenreduzierung. Siliermittel helfen zusätzlich dabei Geld zu sparen.

Futterverwertung

Für Geflügel- und Schweinehalter ist die Futterverwertung schon lange eine Kennzahl zur Beurteilung der Fütterung. Milchviehhalter nutzen diese Kontrollmöglichkeit noch viel zu wenig in der täglichen Praxis.

Dabei ist die Berechnung ganz einfach: Die täglich produzierte Milchmenge der gesamten Herde wird durch die insgesamt gefressene Trockenmasse (TM) dividiert.

Beispiel:

Eine Herde mit 100 Kühen frisst täglich 2.100 kg TM und produziert daraus 3.500 Liter Milch.

  3.500 Liter Milch

/ 2.100 kg TM

= 1,67 Liter Milch pro kg TM

Die Futterverwertung sollte, abhängig vom Leistungsniveau, zwischen 1,5 bis 1,7 liegen. Ist die Kennzahl kleiner, machen die Kühe zu wenig Milch aus der Ration. Eine schlechte Futterverwertung führt dazu, dass sich eine Ration verteuern kann.

Kraftfuttereffizienz

Das Ziel der Kraftfuttereffizienz liegt darin, dass man weniger als 300 g Kraftfutter pro Liter erzeugte Milch benötigt. Bei der Berechnung sind die täglich produzierte Milchmenge der gesamten Herde, sowie die täglich insgesamt verfütterte Menge an Kraftfutter wichtig. Sollten Sie die Effizienz für eine Teil-Mischration errechnen wollen, muss die Menge an Kraftfutter, die über den Mischwagen gefüttert wird und die Menge der leistungsbezogenen zugteilten Menge an der Kraftfutterstation und dem Melkroboter berücksichtigt werden.

         Beispiel:

Eine Herde mit 100 Kühen erhält täglich 940 kg Kraftfutter und produziert daraus

3.500 Liter Milch.

940 kg Kraftfutter

/ 3.500 Liter Milch

= 0,269 kg Kraftfutter pro Liter Milch

Betriebsindividuelle Potentiale finden

Auch Sie können Ihre Potentiale in der Fütterung finden. Bei einem Stalldurchgang mit Ihrem Sano Fachberater lassen sich einfach und schnell die ersten Ansatzpunkte zur Verbesserung und Einsparung von Kosten ergründen.

Ihr direkter Kontakt zu uns

Dr. Jörg Bekkering
Produktmanager
+49 8744 96010