Präzisionsfütterung bei den Zuchtsauen mit dem Sano Fütterungskonzept

Gründlich überarbeitet und an aktuelle Anforderungen angepasst

Der genetische Fortschritt macht heute die Aufzucht von mehr als 30 Ferkeln pro Sau und Jahr möglich. Doch wie lassen sich bei großen Würfen einheitlich schwere Ferkel mit hohen Geburtsgewichten erreichen? Die auf den Bedarf der Sauen in den unterschiedlichen Leistungsphasen ausgerichtete Fütterung ist dabei der Schlüssel für einheitlich schwere Ferkel mit hohen Geburtsgewichten einerseits und für fruchtbare und gesunde Sauen andererseits. Das nach neuesten Erkenntnissen überarbeitete Sano Fütterungskonzept für die Zuchtsauen macht beides möglich! Bewährtes erhalten und neue Anforderungen und Erkenntnisse einfließen lassen, waren die Leitmotive der Sano Experten bei der Überarbeitung des Fütterungskonzeptes für die Zuchtsauen. Wie das neue Sano Fütterungskonzept für Zuchtsauen im Detail aufgebaut ist, finden Sie hier als DOWNLOAD:

 

Leistungsphasen

Bei Zuchtsauen gilt es die Fütterung auf den Bedarf in den vier wiederkehrenden Phasen im Reproduktionszyklus abzustimmen:

  1. Güstzeit & Frühträchtigkeit
  2. Tragezeit
  3. Geburtsvorbereitung
  4. Säugezeit

 

Die Anpassungen im Fütterungskonzept betreffen zum einen die Güstzeit mit einem speziellen Deckstallfutter sowie die Fütterung in der Frühträchtigkeit. Ebenso wurde die Phase der Geburtsvorbereitung angepasst. Und auch in der Säugezeit wurden neueste Erkenntnisse berücksichtigt, um auf die häufig auftretende Laktationshyperthermie bestmöglich reagieren zu können.

 

Güstzeit & Frühträchtigkeit

Diese zwei Phasen direkt nach dem Absetzen und nach der Besamung sind für die Ferkelzahl und der gleichmäßig hohen Geburtsgewichte des nächsten Wurfes entscheidend!

Deckstallfutter (Grafik: A)

Während der Säugezeit produzieren die Sauen bezogen auf ihr Körpergewicht eine hohe Milchmenge mit einem hohen Milchfettgehalt. Dementsprechend hoch belastet ist ihr Stoffwechsel und die Sauen verlieren Körpersubstanz (besonders Fett). Aber auch Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente werden mit der Milch abgegeben. Diese Verluste müssen zu Beginn der Güstzeit, mit der Umstallung in den Besamungsstall, wieder aufgefüllt werden. Dazu eignet sich die Fütterung eines speziellen Deckstallfutters besonders gut.

Anforderungen Deckstallfutter:

  • Hoher Energiegehalt, bei geringeren Lysin- und Eiweißgehalten, zum Aufbau von Körperfett (Speck).
  • Hoher Fettgehalt mit guter Fettsäurezusammensetzung (Linolsäure) zur Förderung der Eizellqualität.
  • Gute Mineralisierung zum Auffüllen der Knochendepots (Säugemineralfutter).
  • Ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Spurenelementen und Wirkstoffen zur Förderung der Rausche und Follikelreifung (Säugemineralfutter).

Frühträchtigkeit (Grafik: B)

Im Zeitraum von einer Woche nach der Besamung muss die Futtermenge für zwei Wochen erhöht werden. Die Sauen benötigen höhere Mengen an hochqualitativem Eiweiß und Aminosäuren. Denn in dieser Phase bildet sich der Kontakt der befruchteten Eizellen mit der Gebärmutterwand aus und es werden die Trächtigkeitsprodukte (Mutterkuchen, Nabelschnüre) zur Versorgung der Embryonen und später der Föten, durch die Sau gebildet. Und je besser der Kontakt zwischen mütterlichem Organismus und den heranwachsenden Ferkeln ist, desto besser ist deren Versorgung für einheitliche Würfe mit hohen Geburtsgewichten. Füttern Sie in dieser Phase deshalb entweder täglich 4,5 kg Tragemischung oder 3,5 bis 4,0 kg Säugemischung. Bis drei Wochen nach der Besamung sollten alle Sauen eine Körperkondition (BCS) von 3 erreicht haben.

 

Geburtsvorbereitung

Speziell für die Herausforderungen rund um die Geburt hat Sano ein Konzept entwickelt, das die besonderen Anforderungen dieser Phase erfüllt.

Da die Sauen an das Geburtsfutter hohe Anforderungen stellen und die Fütterung so einfach wie möglich sein soll, empfiehlt das Sano Konzept im Zeitraum sieben Tage vor bis drei Tage nach dem Abferkeln zwei Optionen:

  1. Säugefutter
  • 2,5 kg Futter täglich je Sau

Die Fütterung der Säugemischung ist aus ernährungsphysiologischer Sicht aber nur bedingt zu empfehlen und ist meist technisch sowie durch den geringeren Arbeitsaufwand bedingt.

  1. 50% Säugefutter + 50% Tragefutter
  • insgesamt 3,0 bis 3,5 kg Futter täglich je Sau, bis einschließlich drei Tage vor der Geburt
  • die 50% des Säugefutters (1,5 bis 1,75 kg) werden automatisch durch die im Abferkelstall vorhandene Fütterungstechnik einmal täglich dosiert
  • die 50% des Tragefutters (1,5 bis 1,75 kg) werden einmal täglich per Hand vorgelegt
  • für optimale Geburtsabläufe täglich zusätzlich 10 g bis 15 g StabiloSan® füttern
  • die Futtermenge im Zeitraum zwei Tage vor bis drei Tage nach der Abferkelung auf täglich 2,5 kg bis 3,0 kg absenken
  • auf beste Troghygiene achten, damit die Sauen in dieser Phase genügend Wasser aufnehmen (können)

 

Säugezeit

Laktationshyperthermie (Grafik: C)

Viele Sauen entwickeln ab dem 8. Tag nach der Abferkelung, auf Grund des intensiven Stoffwechsels, eine ansteigende Körpertemperatur (Laktationshyperthermie). Die negative Folge ist eine reduzierte Futteraufnahme. Die Sauen entlasten und der Laktationshyperthermie vorbeugen, indem die tägliche Futtermenge am 9. und 10. Tag nach der Abferkelung je Sau um 1 kg reduziert und nach folgender Empfehlung gefüttert wird:

  • Jungsauen 3,5 kg Säugefutter
  • Altsauen 4,5 kg Säugefutter

Auf den blanken Trog füttern

Ab dem 11. Tag nach der Abferkelung die täglichen Futtermengen individuell und schrittweise auf ad libitum steigern. Gefüttert werden sollte immer „auf den blanken Trog“. Denn ist noch altes Restfutter im Trog, nehmen die Sauen als Folge auch häufig zu wenig Wasser auf. Zudem nimmt die sensorische und hygienische Qualität des im Trog stehenden Futter-Wasser-Gemisches im warmen Abferkelstall schnell ab. Hier sind die tägliche, tierindividuelle Kontrolle und die daraus resultierende Einstellung der Futtermengen besonders wichtig. Gegebenenfalls muss die Futtermenge auch mal reduziert werden, damit der Trog leer (blank) wird.

 

Sie wollen das neue Sano Fütterungskonzept für Zuchtsauen auf ihrem Betrieb anwenden?

Kontaktieren Sie Ihren Sano Fütterungsberater oder schreiben Sie ein Email an: beratung@sano.de

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