Praxisbericht: Hightech im Kuhstall

AMS, AFS, Spaltenroboter

Man sieht einen modernen Stall mit Kühen von innen.
Zwischen den Kühen tourt ein Spaltenroboter im Kuhstall und räumt auf, am Futtertisch übernimmt der Fütterungsroboter die Arbeit, gemolken werden die Kühe in einem automatischen Melksystem. Zukunftsmusik? Von wegen! Automatisierung klingt längst im Kuhstall. Zum Beispiel bei Familie Waldauer aus Österreich. So gelingt die Umstellung.

 

Farbenspiele im Kuhstall

 

Rotbraun, Schwarzbunt, Grautöne. Geht man in den Stall von Familie Waldauer, eröffnet sich ein wahres Farbenspiel mit Braunvieh, Fleckvieh, Holstein Friesian und Pinzgauer. Der Hof liegt in Mitten der Steiermark. Dort betreiben Klaus und Astrid Waldauer gemeinsam mit Tocher Katharina und den Eltern einen Milchviehbetrieb mit Aufzucht und Mast.
 

Ein Kuhstall macht sich schick - und praktisch

 

„Kuhkomfort steht für uns an oberster Stelle“, ist es Klaus Waldauer, Besitzer eines automtisierten und digitalisierten Kuhstall, wichtig. „Dazu gehört für uns auch, dass es unseren Kühen gut geht.“ Ein neuer Kuhstall musste vor gut zehn Jahren her. Gesagt, getan und so baute Familie Waldauer einen neuen Stall inklusive Fahrsiloanlage. Viel Wert haben sie dabei auf die Kuhkomfort-Maßnahmen gelegt: Um Tierstress zu vermeiden, schwört der Landwirt auf fünf Meter breite Laufgänge. Gesteuerte First- und Seitenfenster sowie eine ausgefeilte Beleuchtungstechnik sorgen für optimale Licht- und Luftverhältnisse im Kuhstall. An heißen Tagen verwöhnen mehrere Ventilatoren und eine Kuhdusche die Tiere. Der Gummibelag auf den Laufgängen wirkt entlastend für die Kühe und fördert somit die Klauengesundheit. Bei den Liegeboxen setzt Familie Waldauer ebenso auf Gummi. Hier haben sie sich für spezielle Weichbettmatratzen mit Stroh als Einstreumaterial entschieden.

 

Dreifach Automatisiert

 

Die Waldauers haben ihren Kuhstall nicht nur modernisiert, sondern auch komplett automatisiert. „Neuerungen stehen wir offen gegenüber. Durch die Mechanisierung bleibt mehr Zeit für den individuellen Kontakt zu den Milchkühen”,  erzählt die Familie. Ein Spaltenroboter, Fütterungsroboter und Melkroboter – alles Roboter bei der Landwirtsfamilie. Bei der Melktechnik ist den Waldauers das Zusatzmodul der Zellzahl und Inhaltsstoffmessung sehr wichtig. „Damit können wir die Leistung und Gesundheit tagesaktuell überprüfen“, bekräftigt der Betriebsleiter. Dank dem automatischen Fütterungssystem liegt nun alle zwei bis drei Stunden eine frische Ration auf dem Futtertisch vor. Um die Futteraufnahme noch zu steigern, wird jede Stunde nachgeschoben und jede zweite Fahrt mit Kraftfutter gelockt. „Die Automatisierung in unserem Kuhstall hilft Mensch und Tier“, freut sich die Familie.

 

Produktive Zusammenarbeit

 

Mortellaro – der Alptraum vieler Rinderhalter und das Hauptproblem im Kuhstall von Familie Waldauer. Das war zu Beginn der Zusammenarbeit mit Sano Spezialberaterin Verena Reif. Das Ziel war für sie klar: Die Klauengesundheit verbessern. Außerdem wollten sie die Nachgeburtsverhalten senken. Als die Spezialberaterin zusammen mit dem Landwirt den Betrieb betrachtete, ist ihr noch ein weiteres Verbesserungspotential aufgefallen – die Persistenz. Teamwork und gezielte Maßnahmen sei Dank hat sich einiges getan seitdem: Die Milchleistung ist um ca. 1000 kg angestiegen, die Zahl der Nachgeburtsverhaltungen und Mortellarofälle ist deutlich gesunken. Auch die Persistenz hat sich massiv verbessert.
 
Wie hat der Betrieb mit dem automatisierten Kuhstall das geschafft?
 
Der erste Schritt war eine konsequente Beprobung aller Silagen. Denn nur so kann Reif exakte Fütterungsempfehlungen geben. Um die Anzahl an Mortellaroerkrankungen zu senken, hat die Fütterungsexpertin eine pansenschonendere Fütterung empfohlen: Die Futterration wurde aufgewertet und der Anteil Kraftfutter über den Melkroboter auf maximal 4 kg gesetzt. Um den Energiebedarf der Frischmelkenden zu decken, mischen sie nun in den Laktationsstarter DextroFat® Raps ein. Der Wirkstoffkomplex Mipro® HP 600 bietet nicht nur eine ausreichende Mineralstoffversorgung der Tiere, er liefert auch Harnstoff, Zucker und Lebendhefe zur besseren Umsetzung der Ration im Pansen. Der Wirkstoff RumenSAN® trägt ebenfalls zur besseren Futterverwertung bei und unterstützt die Fruchtbarkeit.

 

Was ist die Ursache von Mortellaro?

 
„Die Krankheit kann auch von der Fütterung stammen“, weiß die Spezialberaterin. Übersäuert der Pansen, schwächt das die körpereigene Immunabwehr. Zusätzlich kommt es zu Durchblutungsstörungen kleinster Gefäße. Dadurch fällt das Eindringen, die Vermehrung und Ausbreitung von Erregern von Mortellaro leicht.
 
Die Trockensteherfütterung haben die beiden ebenso angepasst. Die Ration ist nun deutlich maisbetonter und gemäß den Anforderungen einer trockenstehenden Kuh. So mischt der Betriebsleiter nun Mipro®Pren 250 in die Ration mit ein. Das sichert die Mineralstoffversorgung der Tiere und hilft, den DCAB-Wert der Ration zu senken.
 
Familie Waldauer betont: „Wir sind mit Verena Reif außerordentlich zufrieden und begeistert von ihrer Beratung. Mit ihrer kompetenten Unterstützung und ihrer netten Art entwickeln wir den Betrieb Schritt für Schritt weiter.“
 
Mehr über die Kuhhaltung erfahren sie in unserem Fütterungsratgeber für Milchkühe.

Ihr direkter Kontakt zu uns

Sano Moderne Tierernährung GmbH
+49 (0) 8744 - 5754 - 000
+49 (0) 8744 - 9601 - 99
Grafenwald 1
84180 Loiching
Deutschland

Weiterer Inhalt

Pflanzen produzieren eine Vielzahl unterschiedlicher Wirkstoffe. Ätherische Öle sind eine dieser Wirkstoffgruppen. Sie zeigen beeinflussende Aktivitäten auf eine Vielzahl von Mikroorganismen wie Bakterien, Protozoen, Pilzen und Viren. Sano macht

Man sieht eine Luftaufnahme eines Bauernhofs.

Längere Säugezeit, Gruppenhaltung bei Saugferkeln – Kai-Stephen Kruse und sein Vater Friedhelm, gehen mit ihrem Zuchtsauenbetrieb immer wieder neue Wege. Ihre Pionierarbeit in der Schweinehaltung brachte sie zum wiederholten Male in das SUS-

Darstellung Milchkuh

In unserem Sano Fütterungsratgeber Milchkuh erhalten Sie, von unseren Fütterungsexperten, Antworten auf allgemeine Fütterungsfragen und wertvollen Praxistipp.Die Milchviehhaltung gehört zu den anspruchsvollsten Tätigkeiten in der Landwirtschaft