Sano Welttreffen 2019

Blick über den Tellerrand

Gruppenbild Sano Welttreffen

Die Landwirtschaft ist im Wandel. Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung und Künstliche Intelligenz auf die Landwirtschaft? Welche Trends sind zu erwarten? Wie wird sich das (Ess-)Verhalten von Verbraucherseite weiter entwickeln und welchen Einfluss hat das? Was sind die Trends der Milch- und Schweineproduktion und wie können wir darauf reagieren? Diese und weitere Themen diskutierten die Geschäftsführer, Länderverantwortlichen und Führungskräften der Sano Gruppe im Rahmen des Sano Welttreffens in Popovača.

Die Zusammenkunft der Sano Länder hat Tradition – bereits zum sechsten Mal fand von 07. bis 09. Mai das Sano Welttreffen statt. Die internationale Ausrichtung ist fester strategischer Anker im Unternehmen. Neu und als Ausdruck der internationalen Familie fand das Welttreffen zum ersten Mal nicht am Gründungsstandort in Grafenwald statt, sondern am kroatischen Produktionsstandort Popovača, rund 70 Kilometer südlich der Hauptstadt Zagreb.

Am Puls der Zeit
Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Big Data – Schlagworte, die derzeit in aller Munde sind, werden auch auf die Landwirtschaft große Auswirkungen haben. „Künstliche Intelligenz ist immer weiter ausgereift“, ergreift Waldinger das Wort. In einigen Jahren werde die künstliche Intelligenz die menschlich überflügelt haben. „Der Mensch bekommt eine andere Aufgabe. Wir müssen über das Denken nachdenken und die richtigen Fragen stellen!“, so Waldinger weiter. Dabei sei die Vernetzung verschiedener Module elementar. „Wie am Beispiel von SmartDairyNutrition.“ Impulse sollen nicht versickern, sondern entsprechend aufgegriffen und für Sano genutzt werden. Deshalb gibt es ab sofort zwei Business Intelligence Groups – eine für Rind und eine für Schweine. Die Gruppen, bestehend aus Fachexperten und Impulsgebern weltweit, betrachten Trends, Entwicklungen, neue Rohstoffe und nehmen diese für die jeweiligen Länder auf.

Ob in Cloppenburg oder Chile, in Sadisdorf oder Südafrika – weltweit stehen wir in der Landwirtschaft vor gleichen Herausforderungen. Den Blick weiten, Lösungsansätze betrachten und das Beste wieder in die regionale Landwirtschaft bringen und das passgenau. Das ist ein wichtiger strategischer Anker von Sano. Ein Beispiel dafür? SmartDairyNutrition.

Auf Reisen ist Dr. Joachim Mentschel, Leiter Sano Business Development, und seinem Team immer wieder aufgefallen, dass Landwirte und Berater mit dem Programm AMTS die Futterration berechnen. Um hier up to date zu sein, hat man sich das Programm angeeignet. Zunächst eher als Mittel zum Zweck. „Doch die Vorteile sind enorm,“ so Mentschel weiter. „Genauigkeit in den Futterwerten, eine direkte Auswirkung auf die Leistung und Gesundheit, schnelle Reaktionsmöglichkeit für den Landwirt und, und, und.“ Und so kam es, dass Sano nun weltweit Futterrationen mit AMTS anbietet und für die CNCPS-Futteranalysen ein eigenes Labor errichtet hat.

Weltweit gesund wachsen
„Sano ist weltweit auch im letzten Jahr wieder gesund gewachsen“, erläuterte Waldinger. Im weiteren Verlauf berichteten die Länderverantwortlichen von Südosteuropa, China, Mittelosteuropa, Westeuropa, Südafrika, Chile und Mexiko über die Entwicklungen im Land.
„In Kroatien, Serbien und Bosnien sind wir Marktführer“, weist Dr. Branimir Kampl, Geschäftsführer Sano Südosteuropa, auf. Um diese Stellung zu bewahren und weiterauszubauen habe man in den vergangenen Monaten weiter an einer Webshop-Lösung gefeilt und vor allem neue Produkte im Schweinebereich installiert.
China habe vor allem mit der Afrikanischen Schweinepest zu kämpfen, erzählte Zhiqian Ma, Geschäftsführer von Sano China. „Aber wir können uns auch freuen: Im Milchviehbereich sind wir weiter gewachsen. Zum Beispiel arbeiten wir mit dem besten Kuhbetrieb in China zusammen (80 000 Tiere). Wir konnten einige Ausschreibungen gewinnen, die in China von zentraler Bedeutung sind“, so Ma weiter.
Sano Ungarn, Slowakei und Rumänien setzten im vergangenen Jahr stark auf die Schulung von Mitarbeitern. „Für ein gesundes Wachstum brauchen wir Fachkräfte“, präsentierte Zsolt Csorba, Geschäftsführer für Mittelosteuropa, den Anwesenden. Das Sano Werk in Ungarn werde außerdem um eine Lagerhalle erweitert.
Mit welchen Fragen wir uns in Deutschland beschäftigen, erläuterten die beiden Vertriebsverantwortlichen Ludger Eiting und Thomas Lüdtke.
Neuigkeiten und Entwicklungen von einem in der Unternehmensgruppe noch recht jungen Land stellte Geschäftsführer Bernhard Doppelmair vor. „Wir riechen nach Rind. Wir riechen nach Schwein. Und darauf sind wir stolz.“ Die meisten Mitarbeiter in Österreich kommen selbst aus der Landwirtschaft, so der Verantwortliche, und das mache einen großen Vorteil für Sano und einen Mehrwert für die Kunden in Österreich aus.
Ähnlich wie in vielen Teilen Deutschlands erging es auch Südafrika: Eine schlimme Dürre setzte den Milchbauern stark zu. „Mit SDN haben wir hier ein Werkzeug an der Hand, das uns den Landwirten einen Mehrwert bieten lässt“, bekräftigte Leon Liljie, Geschäftsführer von Südafrika.
Das Team um Sano Chile-Geschäftsführer Benedikt Jansen ist mit drei Verkäufern noch überschaubar, dennoch konnte das Land auch im vergangenen Jahr einen Zuwachs verzeichnen. So wurde Sano dort als bestes Unternehmen in der Tierernährung nominiert.
Mexiko hatte, laut Christian Schubert, Geschäftsführer der Sano Gruppe, ein sehr gutes Jahr. Es wurde stark in den Vertrieb investiert und das zahle sich aus.

Impulsvorträge zur Milch- und Schweineproduktion

Welche Trends gibt es in der Milchproduktion? Wie wirkt sich die Afrikanische Schweinepest auf den Markt aus? Hat die Schweineerzeugung noch Zukunft? Spannungsfelder, die die Landwirtschaft umtreiben. Spannungsfelder, die die Teilnehmer des Welttreffens diskutierten. Dafür hat man eigens zwei renommierte Experten eingeladen: Bernd Lührmann, Unternehmensberater von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, stellte in seinem Vortrag die Trends und Auswirkungen der weltweiten Milchproduktion dar. Die Schweineproduktion hat Zukunft – so lautete das Fazit von Dr. Jörg Krapoth, internationaler Schweinexperte und Geschäftsführer der Beratungsfirma German Farm Consulting. Details und Inhalte der Impulsvorträge finden hier: Trends der Milchproduktion, Zukunft der Schweineproduktion.  

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