Sauen in der Säugezeit

viel Futter und viel Energie

„Eine Sau, die abnimmt, nimmt nicht auf.“ – Stark abgesäugte Sauen haben oft Schwierigkeiten mit der nachfolgenden Belegung, die Größe des nächsten Wurfs leidet. Wie kann der Spagat zwischen hoher Milchleistung für eine gute Entwicklung der Ferkel und gleichzeitig geringen Gewichtsverlusten der Sauen erfolgreich gemanagt werden?

Viel Futter und viel Energie

Um die genannten Leistungsziele zu erreichen, müssen die Sauen hohe Mengen Futter mit viel Energie und einer optimalen Aminosäurezusammensetzung aufnehmen. Gewichtsverluste von 15 – 20 kg sind bei hoher Milchleistung nicht zu verhindern. Um höhere Gewichtsverluste und damit Fruchtbarkeitsstörungen und Rauscheprobleme zu vermeiden, benötigt die Sau zusätzlich zu ihrem Erhaltungsbedarf (ca. 2 kg Futter) täglich etwa 0,5 kg Futter für jedes Ferkel (Milchleistung). Hierbei ist zu beachten, dass eine säugende Sau etwa 80 % der Futterenergie für die Milchbildung nutzt.

Eine kleine Beispielrechnung

Eine Sau im 3. Wurf mit 245 kg Lebendmasse, 14 – 15 Ferkeln und 20 kg Gewichtsverlust benötigt täglich ca. 95 bis 110 MG ME, sprich 13,0 MJ ME/kg Futter. Daraus lässt sich ableiten, dass die Sau täglich 7,3 bis 8,5 kg Futter aufnehmen muss, um viel Milch bilden zu können und wenig Körpergewicht dafür einschmelzen zu müssen.

Das Säugefutter sollte bei Sauen mit vielen Ferkeln demnach > 13 MJ ME/kg aufweisen.

Futteraufnahme verbessern

Um die Futteraufnahme zu verbessern, steigern Sie die tägliche Futtermenge vom 3. bis zum 8. Tag nach der Abferkelung schrittweise um 0,5 kg bis 1,0 kg, so dass die Sauen folgende Mengen Säugemischung am 8. Tag nach der Abferkelung fressen: Jungsauen 4,5 kg; Altsauen 5,5 kg.

Laktationshyperthermie

Viele Sauen entwickeln ab dem 8. Tag nach der Abferkelung auf Grund des intensiven Stoffwechsels eine ansteigende Körpertemperatur (Laktationshyperthermie). Die Folge ist eine reduzierte Futteraufnahme. Entlastung tritt ein, indem an Tag neun und zehn nach der Abferkelung die Tägliche Futtermenge um 1 kg reduziert wird: Jungsauen 3,5 kg; Altsauen 4,5 kg.

Danach wird die Futtermenge wieder individuell und schrittweise auf ad libitum erhöht. Gefüttert werden sollte immer auf den „blanken Trog“. Ist noch altes Futter im Trog, nehmen die Sauen als Folge auch häufig zu wenig Wasser auf. Zudem ist die sensorische und hygienische Qualität des mit Wasser im Trog stehenden Futters schlecht. Hier ist es wichtig einer tierindividuellen Kontrolle nachzugehen.

Möchten Sie wissen, wie sie ihr betriebsindividuelles Fütterungskonzept während der Säugezeit optimieren können, dann kontaktieren Sie Ihren Sano Fachberater aus der Region:  beratung@sano.de

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