Von 12 Kühen zu 160

Die Hengl GbR ist in 30 Jahren Schritt für Schritt gewachsen

Klein begonnen, gesund gewachsen: 1986 übernahm Albert Hengl den elterlichen Betrieb mit 12 Kühen und 100 Mastschweinen. 30 Jahre später bewirtschaften die beiden Brüder Albert und Anton Hengl den Hof gemeinsam, die Zahlen haben sich derweilen verändert: 160 Fleckviehkühe plus weibliche Nachzucht stehen nun im modernen Laufstall. Was sich in den letzten drei Jahrzehnten getan hat und warum sich Treue lohnt, erfahren Sie im Hofportrait.

Am Ortsrand von Seubersdorf – Wissing, Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz, befindet sich die Hengl GbR. Das betriebliche Konstrukt steht auf sicheren, familiären Beinen: Neben den beiden Brüdern sind die Ehefrauen von Albert und Anton Hengl, Frieda und Edeltraud sowie die Kinder fest in die Betriebsabläufe integriert. Der älteste Sohn, Alexander, besucht derzeit noch die Technikerschule in Triesdorf, ehe er in die Fußstapfen von seinem Vater und seinem Onkel tritt. Begonnen haben sie in kleinem Umfang: Der zunächst erbaute Laufstall für 40 Kühe an der alten Hofstelle im Dorf war schon bald zu klein. „2000 sind wir dann mit 50 Kühen ausgesiedelt“, berichtet Anton Hengl. Nach und nach erweiterten die Hengls die Herde, den Stall und die Siloanlagen. Heute stehen in den modernen, tiergerechten Ställen 160 Kühe plus eigene Nachzucht. Außerdem besitzt die Hengl Gbr seit drei Jahren eine Gülleveredelungsanlage mit 40 kW.

Ein bewährtes Team

Beim Thema Fütterung vertraut die Hengl GbR auf ein bewährtes Team: Die Zusammenarbeit mit Sano begann bereits vor der Hofübernahme durch die Brüder Hengl. Michael Kohn ist seit 35 Jahren der zuständige Sano Händler vor Ort und zum liebgewonnen Freund der Familie geworden. Durch ihn ist der erste Kontakt zu Sano entstanden. Mit der Beratung von Sano Verkaufsleiter Ludger Eiting bzw. Sano Fachgebietsleiterin Katja Raabe entwickelte sich der Betrieb Schritt für Schritt in Leitung und Tiergesundheit weiter.

Die Hengl-Kälber

„Die Kuh von morgen ist das Kalb von heute“, bringt es Edeltraud Hengl auf den Punkt. Deshalb wird auf dem Betrieb Hengl besonders viel Wert auf die Kälberaufzucht gelegt. Die neugeborenen Kälber trinken das erste Gemelk mit der Biestmilchaufwertung Cotosan Plus®. Darin enthalten ist getrocknetes Kolostrum mit hohen Gehalten an Immunglobulinen sowie spezifischen Antikörpern gegen E.coli, Rota- und Coronaviren, Klostridien sowie Parainfluenza. In der gesamten Tränkezeit bekommen die Kälber Vollmilch mit 50 g Latteccino® zur Förderung des Immunsystems und einer besseren Nährstoff- und Vitaminversorgung. „Das funktioniert sehr gut“, ist Edeltraud Hengl zufrieden. Um die Festfutteraufnahme anzuregen, steht in den ersten drei bis vier Wochen Meggi Müsli® ad libitum zur Verfügung. Ab etwa einem kg gefressenem Festfutter stellt der Betrieb dann auf eine Kälber-TMR um. Diese setzt sich aus Getreide, Körnermais, Stroh, Raps- und Sojaextraktionsschrot sowie 10 % Meggi 10® zusammen.

Jungvieh und Milchkühe der Hengl GbR

Für eine optimale Grundfutterqualität vertrauen Albert und Anton Hengl auf das Siliermittel Labacsil Duo®. Durch die Kombination aus Milchsäurebakterien und einer Säure stellt Labacsil Duo® eine schnelle Vergärung sicher und unterbindet die Nacherwärmung am Anschnitt. Die Jungrinder erhalten eine TMR mit Mineralien, Vitaminen und Wirkstoffen aus Camisan®. Sie kalben im Schnitt nach 27 Monaten zum ersten Mal. Für die laktierenden Kühe legt der Mischwagen eine Teil-TMR mit 600 g Mipro HP 600® je Tier und Tag vor. Je nach Milchleistung teilen die Kraftfutterstationen den Frischmelkern zusätzlich bis zu 3 kg einer Mischung aus Körnermais, Getreide und Soja zu. Um Milchfieber vorzubeugen, liegt für die Trockensteher eine mit Stroh „verdünnte“ TMR mit 50 g Prenata 50® am Futtertisch. Nach der Abkalbung gibt es den Fitnessdrink BoviFit Forte® mit Elektrolyten und Lebendhefe für einen optimalen Laktationsstart. Zeigen einzelne Tiere Fressunlust und neigen zu Ketose, dann hilft Stimudigest® mit Propionaten, Niacin und pansengeschütztem Methionin zur Aktivierung des Stoffwechsels.

Treue zahlt sich aus

Durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit seit über drei Jahrzehnten sind bei der Hengl GbR nicht nur Hof und Tierzahlen gewachsen, auch Leistung, Fruchtbarkeit und Gesundheit können sich sehen lassen: Im 16er Melkkarussell geben die Kühe aktuell 9.593 kg Milch im Stalldurchschnitt. Damit gehört die Hengl GbR zu den Fleckvieh-Spitzenbetrieben. 377 Tage Zwischenkalbezeit und eine Remontierung von nur 24,7 % zeigen: Auch die Fruchtbarkeit und Tiergesundheit stimmen.

Zukunftspläne

Und das Wachstum soll weitergehen: „Geplant sind der Bau einer Maschinen- und Lagerhalle, zusätzliche Abkalbe- und Selektionsboxen und eine Tiererkennung mit Brunst- und Gesundheits-Check“, fasst Alexander Hengl die nächsten Projekte zusammen.

Ihr direkter Kontakt zu uns

Katja Raabe
Fachgebietsleiterin Tierernährung Rind/ Fachberaterin Tierernährung Schwein
+49 160 5809092
+49 9832 7089677

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