Wintertriticale 2.0 – Ernte und Silierung

Silagestrategien in Zeiten des Klimawandels

Schwierige Witterungsverhältnisse in den letzten Jahren zwangen viele Landwirte, ihre Strategien zur Grundfuttergewinnung zu überdenken. Eine echte Alternative ist die Grünschnittsilage aus Wintertriticale. Die Kombination aus hochverdaulicher Faser bei hohen Proteingehalten macht die Grünschnittsilage sehr interessant. Bald steht die Ernte an. Worauf müssen Sie dabei achten? Wir fassen zusammen und gehen noch einmal genauer auf Ernte und Silierung ein.

Den richtigen Schnittzeitpunkt abpassen

Das Ziel ist klar: Schmackhaftes Grundfutter bei bester Faserverdaulichkeit und hohen Proteingehalten. Bei der Grünschnittsilage ist dazu ist der richtige Erntetermin essentiell. Der optimale Zeitpunkt für die Ernte der Triticale ist nach Ausbildung des Fahnenblattes aber noch vor Beginn des Ährenschiebens. Das entspricht dem Entwicklungsstadium EC 39. Ein zu später Schnitt führt zu niedrigeren Proteingehalten in der Silage. Bei unbeständiger Wetterlage ist es, mit Blick auf Faserverdaulichkeit und Rohproteinertrag, besser früher zu ernten als zu spät oder bei Regen. Auch wenn bei früherer Ernte etwas weniger Ertrag in das Silo kommt, erhalten Sie so ein Grundfutter von bestem Futterwert.

Abbildung 1: Die verschiedenen Entwicklungsstadien im Vergleich. Der ideale Schnittzeitpunkt ist nach Entwicklung des Fahnenblattes und vor dem Ährenschieben (EC 39). Quelle: Thomas F. Kilcer

Schnelles Anwelken für bestes Grundfutter

Um Schmutzeintrag zu vermeiden, sollte mit einer Schnitthöhe von 10 cm gemäht werden. Für einen optimalen Annwelkprozess sollte das Erntegut breitflächig abgelegt werden. Die breite Ablage ist dabei wesentlich effektiver als eine mechanische Aufbereitung, denn hierbei greift der Effekt der „photosynthetischen Trocknung“. Auch nach dem Schnitt betreibt die Pflanze noch Photosynthese. Das heißt, dass mithilfe von Sonnenlicht in der Pflanze vorhandener Kohlenstoff und Wasser in Zucker und Sauerstoff umgewandelt werden. Zusätzlich verdunstet Feuchtigkeit über die Spaltöffnungen der Blätter. Der Vorteil: Wasser verdunstet und gleichzeitig wird Zucker gebildet, welcher positiv für die Silierung ist und den Energiegehalt erhöht. Dieser Effekt ist übrigens auch bei allen anderen Grünfutterpflanzen nutzbar. Daher ist die „photosynthetische Trocknung“ generell zu empfehlen. So wird innerhalb weniger Stunden die gewünschte Trockenmasse von 35 Prozent erreicht.

Grünschnittsilage richtig konservieren

Grünschnittsilage enthält hohe Gehalte an Rohprotein. Hohe Proteingehalte bilden im Silostock eine gewisse Pufferkapazität. Dadurch sinkt der pH-Wert der Silage langsamer und erschwert einen erfolgreichen Silierprozess. Zusätzlich ist zum idealen Erntezeitpunkt, welcher etwa Mitte Mai erreicht ist, der natürliche Besatz an Milchsäurebakterien noch niedrig. Auch das sorgt für eine langsamere Senkung des pH-Wertes. Ein langsamer pH-Abfall riskiert jedoch, dass Schadbakterien im Silo länger aktiv bleiben und vorhandene Nährstoffe verstoffwechseln. Darum ist der Einsatz biologischer Siliermittel wie unser Labacsil Duo zu empfehlen. Diese erhöhen den Gehalt an Milchsäurebakterien auf dem Siliergut. Positiv ist, dass bei idealer Anwelkung hohe Zuckergehalt im Erntegut vorhanden sind. Dieser bietet den Milchsäurebakterien die benötigte Nahrungsgrundlage für einen erfolgreichen Silierprozess. So wird eine schnelle Milchsäurebildung sichergestellt. Der pH sinkt schneller und Schadbakterien, Hefen und Schimmelpilze haben keine Chance. Noch effektiver wirkt die Kombination aus Milchsäurebakterien und Kaliumsorbat. Das Kaliumsorbat als chemische Komponente verhindert zusätzlich die Ausbreitung unerwünschter Hefen und Schimmelpilze und beugt effektiv gegen Nacherwärmung bei der Entnahme vor. Diese Kombination senkt den pH noch effizienter und bietet die beste Konservierung.

Unsere Empfehlung:

Labacsil® Duo kombiniert fünf leistungsstarke Stämme an Milchsäurebakterien mit dem nicht korrosiven Siliersalz Kaliumsorbat. Die Bakterien sorgen für eine schnelle Senkung des pH-Wertes. Kaliumsorbat tötet effizient gramnegative Bakterien (z.B. Clostridien), Hefen und Schimmelpilze. Die doppelte Sicherheit aus Milchsäurebakterien und Kaliumsorbat sorgt so für beste Grundfutterqualität und kühle Silagen!

 

Sie interessieren sich auch für die Grünschnittsilage aus Wintertriticale? Lesen Sie hier den ersten Artikel mit allen Vorteilen in der Fütterung und Hinweisen zum Anbau!

 

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