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A

Abferkeln

Das Abferkeln bezeichnet den Geburtsvorgang bei Schweinen. Angestrebt werden > 2,3 Abferkelungen / Sau und Jahr mit > 26 lebend geborenen Ferkeln / Sau und Jahr und > 24 abgesetzten Ferkeln / Sau und Jahr. Dies sind die wichtigsten Eckzahlen einer rentablen Ferkelproduktion. Zum Abferkeln kommen die hochtragenden Sauen in den Abferkelstall. Dies ist ein besonders eingerichteter Stallbereich. Jede Sau kommt in eine eigene Abferkelbucht. Jede Abferkelbucht verfügt über mehrere Funktionsbereiche: Die Liegefläche für die Sau, das Ferkelnest und den Aktivitätsbereich für die Ferkel. Zudem verfügt jede Abferkelbucht über Vorrichtungen zum Schutz der Ferkel, damit weniger Tiere unbeabsichtigt durch das Muttertier beim Hinlegen erdrückt werden. Je nach Produktionsrhythmus bleiben die Ferkel drei oder vier Wochen bei der Sau, dann werden Muttertier und Ferkel getrennt. Die Ferkel kommen in den Aufzuchtbereich, während die Sauen in das Deckzentrum umgestallt werden.

Abkalben

Abkalben: Das Abkalben bezeichnet den Geburtsvorgang bei Rindern und Kühen. Das angestrebte Erstkalbealter liegt bei 24 bis 26 Monaten. Vor der Kalbung werden die hochtragenden Tiere separat von der restlichen Herde aufgestallt und mit einer speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Ration (Trockensteherration) auf die Kalbung vorbereitet. So wird der Grundstein für die Gesundheit von Kuh und Kalb, sowie eine hohe Milchleistung in der nachfolgenden Laktation gelegt.

Absetzdurchfall

Absetzdurchfall: Das Auftreten von Absetzdurchfällen bei Ferkeln wird entscheidend von der Vorbereitung auf das Absetzen beeinflusst. Hierbei ist es wichtig, dass die Tiere bereits vor dem Absetzen an feste Nahrung in geeigneter Zusammensetzung gewöhnt werden. Die Ration nach dem Absetzen muss auf die Komponenten der Ration vor dem Absetzen abgestimmt sein und im Nährstoffgehalt den Ansprüchen der Tiere gerecht werden. Ist dies nicht der Fall, so kommt zu vermehrtem Auftreten von Durchfallerkrankungen nach dem Absetzen. Dies kann zu schweren wirtschaflichen Verlusten führen. Hervorgerufen werden Absetzdurchfälle häufig dadurch, dass Komponenten der Ration vom Ferkel nicht verdaut werden können, da keine ausreichende Gewöhnung stattgefunden hat (z.B. Sojaschrot und pflanzliche Stärke). Dadurch kommen vermehrt unverdaute Nahrungsbestandteile in den Dickdarm, was zu einer schlagartigen Vermehrung von E.coli-Bakterien führt. Diese verursachen dann die gefürchteten Absetzdurchfälle.

Absetzen

Absetzen: Bei Ferkeln und Kälbern, welche nach der Geburt beim Muttertier bleiben und gesäugt werden, bezeichnet das Absetzen die Trennung des Nachwuchses vom Muttertier. Dies geschieht in der Regel abrupt. Bei Kälbern, welche nach der Geburt vom Muttertier getrennt werden bezeichnet das Absetzen die schrittweise Entwöhnung des Kalbes von der Kuhmilch, bzw. der Milchaustauschertränke. Zum Zeitpunkt des Absetzens müssen die Jungtiere bereits in der Lage sein, ihren Nährstoffbedarf durch die Festfutteraufnahme decken zu können. Daher ist es wichtig, dass bereits frühzeitig vor dem Absetzen eine Beifütterung statt findet, damit sich die Tiere an die Konsistenz und den Geschmack des Festfutters gewöhnen können. Ebenso muss im Verdauungstrakt eine langsame Gewöhnung an die neuen Nährstoffe erfolgen, damit diese verwertet werden können und es nicht zu Durchfallerkrankungen kommt.

Acetate

Acetate: Salze und Ester der Essigsäure

Acetonämie

Acetonämie (Ketose): Die Acetonämie ist eine Stoffwechselstörung, die vorrangig zu Beginn der Laktation bei Hochleistungskühen auftritt. Die Acetonämie wird dabei durch eine starke negative Energiebilanz, hervorgerufen durch eine hohe Milchleistung und geringe Futteraufnahme, ausgelöst. Die Acetonämie ist allerdings nicht zu verwechseln mit dem Fettmobilisationssyndrom innerhalb der ersten 10 Tage p.p.

Es wird zwischen drei verschiedenen Formen der Acetonämie unterschieden:

Alimentäre Acetonämie: Wird hervorgerufen durch die übermäßige Aufnahme und Verstoffwechselung von Buttersäure (z.B. durch schlechte Silagequalität mit hohem Buttersäuregehalt).

Primäre Acetonämie: Entweder als Bestandteils des Fettmobilisationssydroms oder als Ergebnis eines Glukosemangels in der Frühlaktation. Ein niedriger Blutglukosespiegel fördert die Bildung von Ketonkörpern.

Sekundäre Acetonämie: Das Energiedefizit, welches zu einer vermehrten Bildung von Ketonkörpern führt wird durch eine andere Erkrankung hervorgerufen und die Ketose wird zur Begleiterscheinung.

Eine Bildung von Ketonkörpern findet unter physiologischen Bedingungen immer statt. Die entstehenden Ketonkörper sind Acetoacetat, Aceton und ß-Hydroxybutyrat. Acetoacetat und ß-Hydroxybutyrat werden in der Regel entweder in der Muskulatur oder durch Verwertung für die Fettsynthese in der Milchdrüse abgebaut. Aceton kann nicht verstoffwechselt werden und wird über die Atemluft ausgeschieden. In Stoffwechselsituationen, in denen der Energiegewinn in erhöhtem Maße aus dem Abbau von Körperfett erfolgt, werden Ketonkörper vermehrt gebildet und es kommt zu einer Anhäufung im Blut. Um ein erkranktes Tier zu therapieren muss der Blutzuckerspiegel erhöht und der Abbau von Körperfett durch einen Ausgleich der Energiebilanz gemindert werden. Dies kann mittels Invertzuckerlösungen, durch Verabreichung glucoplastischer Verbindungen (z.B. Propylenglycol) oder durch die Beifütterung pansenstabiler Glucose (z.B. DextroFAT Protect) erfolgen.

Die Erhöhung der Konzentration von Acetoacetat und ß-Hydroxybutyrat im Blut führt zu einem Protonenüberschuss und damit zu einem Abfall des Blut-pH-Wertes. Daraus kann dann eine Acidose (Ketoacidose) entstehen.

Acidose

Acidose: Die Pansenacidose ist eine der häufigsten Erkrankungen in heutigen Milchviehbeständen.

Die akute Pansenacidose entsteht, wenn nicht ausreichend laktatverwertende Bakterien im Pansen vorhanden sind und es zu einer Anreicherung von Milchsäure kommt. Dadurch kommt es zu einem Abfall des Pansen pH-Wertes. Bakterien, welche nicht an diesen niedrigen pH-Wert angepasst sind (zellulose-, stärke und laktatabbauende Mikroorganismen) sterben ab und setzen Endotoxine frei. Laktatbildende Bakterien hingegen vermehren sich massenhaft, bilden noch mehr Laktat und führen zu einem weiteren Absinken des pH-Wertes. Akute Pansenacidosen können durch eine zu schnelle Umstellung auf eine energiereiche, rohfaserarme Ration, Nahrungsentzug, Fehler in der Kraftfutterzuteilung oder durch Strukturarmut des Grundfutters entstehen.

Die Folgen von Pansenacidosen können schwerwiegend sein:

  • Der osmotische Drück in den Vormägen steigt an. Dadurch kommt es zu einer verminderten Wasserresorption durch die Vormägen und der Inhalt (Futterbrei) verflüssigt sich => dünnbreiige Kotkonsistenz. Gleichzeitig entsteht ein Wassermangel im Gewebe und im Blut, es kommt zur Bluteindickung mit einhergehender Herz-Kreislauf-Belastung.
  • Durch die freigesetzten Endotoxine kann eine Schockreaktion ausgelöst werden.
  • Entzündung der Pansenschleimhaut durch erhöhte Säurekonzentration.
  • Der Organismus wird vermehrt durch Laktat belastet, die Leber kann die anflutenden Mengen nicht verstoffwechseln und es kommt zu einer metabiolischen Acidose.
  • Schädigung der Gefäße der Klauenlederhaut, dadurch entsteht eine akute Entzündung (Laminitis).
  • Zudem hat jede Acidose negative Auswirkungen auf die Leistungsbereitschaft, Fruchtbarkeit und Gesundheit und ist mitverantwortlich für zahlreiche Störungen der Tiergesundheit (Labmagenverlagerung, Klauenerkrankungen, erhöhte Mastitisanfälligkeit, Fruchtbarkeitsstörungen durch vermehrt auftretende Endometritis, schwache und stille Brunsten).

Zur Vorbeuge von Acidosen ist in der Rationsgestaltung stets auf die Wiederkäuergerechtheit oberster Augenmerk zu legen. Zudem muss auf eine maximale Futteraufnahme hingearbeitet werden, die durch den Einsatz qualitativ hochwertiger Futtermittel und bestem Kuhkomfort gefördert wird.

Ad libitum

Nach Gutdünken, nach Belieben.
In der Tierernährung bedeutet dies, dass das Tier rund um die Uhr Futter zur uneingeschränkten Verfügung hat.

Aerob

Mit Sauerstoff, in Verbindung mit Sauerstoff, beschreibt ein Sauerstoff haltiges Milieu

Agalaktie

Agalaktie: Agalaktie bezeichnet die fehlende Milchproduktion des Muttertieres während der Säugephase. Die Agalaktie wird durch Störungen im Hypothalamus-Hypophysen-System, durch einen Prolaktinmangel oder durch eine Mykoplasmose verursacht. Agalaktie tritt bei Sauen im Zusammenhang mit MMA (Mastitis, Metritis, Agalaktie) auf. Zu MMA-Erkrankungen kommt es bei einer unzureichenden Vorbereitung der Sauen auf die anstehende Abferkelung. Hierbei handelt es sich meistens um Fehler in der Rationsgestaltung, im Management oder der Haltung. Oft können durch kleine Anpassungen große Verbesserungen erzielt werden.

Agrar

Agrar: Agrar ist ein Begriff für die Landwirtschaft im Allgemeinen. Als Landwirtschaft wird der Prozess der Nahrungsmittel- und Nutztierproduktion bezeichnet. Dazu werden Kapital, Arbeit und spezielles Wissen benötigt; sie werden als Produktionsfaktoren bezeichnet.

Anaerob

ohne Sauerstoff, unter Sauerstoff freien Bedingungen

Anion

Anion: Ein Anion ist der Begriff für ein negativ geladenes Ion.

Antikörper:

Antikörper/ Immunglobuline werden von einer Klasse der weißen Blutzellen gebildet (B-Lymphozyten) und bilden einen Teil des erworbenen Immunsystems. Sie kommen nicht nur im Blut, sondern auch in anderen Sekreten und Körperflüssigkeiten vor.

Apfeltrester

Apfeltrester: Als Apfeltrester werden die Rückstände, die bei der Pressung von Äpfeln zu Apfelsaft anfallen, bezeichnet. Bei der Verarbeitung (Pressung) von Obst zu Saft oder alkoholischen Getränken fallen Nebenprodukte an, die die Bezeichnung „Trester“ führen. In Abhängig vom Ausgangsmaterial verbleiben zwischen 25 und 40% der Originalsubstanz als Trester mit einem Trockenmassegehalt zwischen 10 und 20%. Die Inhaltsstoffe unterliegen erheblichen Schwankungen, die vor allem vom Ausgangsmaterial, von der Art der Saftgewinnung und der weiteren Aufbereitung abhängig sind. Trester sind vor allem aufgrund ihrer Inhaltsstoffe Futtermittel für Wiederkäuer. Es handelt sich um Energiefuttermittel, die in ihren Eigenschaften eine gewisse Ähnlichkeit mit Pressschnitzeln aufweisen. Trester können frisch, siliert oder getrocknet verfüttert werden. Sie können in gewissem Umfang das Getreide in Kraftfuttermischungen für Milchkühe und Mastrinder ersetzen. Zu beachten bleibt allerdings die geringe Energiedichte im Vergleich zu Getreide. Für Monogaster ist der Einsatz von Trestern nur in sehr geringem Maße zu empfehlen. Apfeltrester stellt bei der Fütterung tragender Zuchtsauen einen schmackhaften Rohfaserlieferanten dar.

Aufzucht

Aufzucht: Die Aufzucht ist die Versorgung und die Pflege neugeborener Tiere in menschlicher Obhut.

B

Beinschwäche

Beinschwäche: Tiere, die für die Mast vorgesehen sind, sind vornehmlich auf schnelles Muskelwachstum gezüchtet. Wird dabei nicht Augenmerk auf eine ebenfalls gute Entwicklung des Skeletts gelegt kann es zu Lahmheiten kommen. Eine gesunde Entwicklung des Skeletts zur Vorbeuge von Beinschwäche wird durch den gezielten und bedarfsgerechten Einsatz von Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen erzielt.

Beratungskonzept

Das Sano Beratungskonzept führt in 7 Schritten zum Betriebserfolg.

  1. Leistungsverbesserungsanalyse
  2. Festlegung der beetrieblichen Ziele
  3. Auswertung und zielgerichtete Maßnahmen
  4. Präsentation des optimalen Fütterungskonzeptes
  5. Umsetzung des Sano Fütterungskonzeptes
  6. Regelmäßige Kontrolle
  7. Kontinuierliche Verbesserung

Weitere Informationen zum Sano Beratungskonzept finden Sie hier: http://www.sano.de/de/profitieren-sie-vom-sano-beratungskonzept

Besamung

Besamung: Die Besamung bezeichnet eigentlich nur das Eindringen des Spermiums in die Eizelle. Ziel der Besamung ist die Befruchtung der Eizelle. Die Besamung kann auf natürliche Weise, die als Natursprung bezeichnet wird, oder als künstliche Besamung (KB) durchgeführt werden Die Vorteile der künstlichen Besamung gegenüber der natürlichen Besamung liegt vor allem in der Nutzung besonderer Vererber auch über sehr weite Strecken, der Schutz vor Deckinfektionen und Verletzungen, die Entlastung stark genutzter Vatertiere sowie die Besamung von sehr vielen weiblichen Tieren.

Besamungsindex

Besamungsindex (BSI): = (Anzahl aller Besamungen ÷ Anzahl aller tragenden Tiere) x 100

Bestandsbetreuung

Bestandsbetreuung: Auch als integrierte tierärztliche Bestandsbetreuung (ITB) bezeichnet. Die ITB wird innerhalb eines Betriebes immer von der derselben spezialisierten Tierarztpraxis durchgeführt, wobei die Wahl der Tierarztpraxis frei und unabhängig vom Hoftierarzt ist. Zur Durchführung der ITB wird ein spezieller Bestandsbetreuungsvertrag zwischen Landwirt und Tierarzt geschlossen, welcher den Umfang der Bestandsbetreuung, die Häufigkeit der Betreuungsbesuche und die Vergütung regelt. Die Modelle sind vielfältig und werden an den jeweiligen Betrieb individuell angepasst. Ziel einer ITB ist, ein Früherkennungssystem zu installieren, an Hand dessen die Gesundheitssituation der Tiere kontinuierlich überprüft wird. So können ggf. Krankheitseinbrüche oder Leistungseinbussen frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen getroffen werden. So ist es möglich größeren finanziellen Schaden abzuwenden. Zur Behandlung akuter Erkrankungen empfiehlt es sich trotzdem, zusätzlich einen Hoftierarzt zu haben, sofern der Hoftierarzt nicht auch die ITB durchführt.

Beta-Cartoin

Carotinoide sind Vorstufen des Vitamin A. Man bezeichnet sie deshalb auch als A-Provitamine. Denn sie werden im Körper teilweise in Vitamin A umgewandelt. Ihr Hauptvertreter, das ß-Carotin, wird zu 17% in Vitamin A umgesetzt, Gemische von Carotinoiden nur zu 7%. Betacarotin schützt die Zellen,  gilt als natürlicher Sonnenschutz und kann hemmend auf die Entstehung von Krebs wirken.

Bicarbonate

Hydrogencarbonate, veraltet Bicarbonate, saure Carbonate, HCO3–.

Salze der Kohlensäure (H2CO3) bestehend aus HCO3– und ein oder zweiwertigen Metallen. Wichtiger Bestandteil des Hydrogencarbonat-Kohlensäure-Puffers zur kurzfristigen Regulation des Blut-pH-Wertes.

Biestmilch

Biestmilch, Kolostrum, Kolostralmilch:

Unmittelbar nach der Geburt von der Milchdrüse abgegebenes Sekret.
Es weist einen hohen Gehalt an Eiweiß (Immunglobuline), verschiedenen Vitaminen, Mineralstoffen sowie weißen Blutkörperchen auf.

Biobetriebe

Biobetriebe: Biobetriebe sind nach biologischen und ökologischen Aspekten geführte landwirtschaftliche Betriebe. Die Biobetriebe haben sich der ökologischen Produktion von Tieren und Pflanzen verschrieben. Die Produktion muss unter Beachtung der Erkenntnisse des Umweltschutzes und der Ökologie erfolgen. Es darf kein Mineraldünger, keine chemischen Pflanzenschutzmittel und keine Gentechnik eingesetzt werden. Die Biobetriebe sind strengen Kontrollen der jeweiligen Verbände unterworfen. (Bioland, Demeter usw.)

Biotin

Biotin: Biotin wurde ursprünglich als Vitamin H bezeichnet und gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen. Biotin wird von Mikroorganismen gebildet und eine weitgehende intestinale Versorgung ist gewährleistet. In pflanzlichem Material befindet sich Biotin vor allem in den Blättern. Biotin ist Coenzym von Enzymen, die Carboxylierungsreaktionen katalysieren. Biotin abhängige Reaktionen sind somit bedeutsam bei der Fettsäuresynthese, im Eiweiß- und Kohlenhydratstoffwechsel. Auf Grund der hohen mikrobiellen Synthese im Verdauungstrakt ist die Untersuchung von Mangelsymptomen erschwert. Mangelerscheinungen werden in der Literatur nur bei Geflügel beschrieben. Bei experimentell herbeigeführtem Biotinmangel wurde eine verminderte Gluconeogenese, ein reduzierter Kaliumgehalt in der Muskulatur, ein verminderter Ribonukleinsäuregehalt in der Leber, schorfige Dermatitis, Haarverfärbung und -ausfall, Lähmungen, sowie eine gestörte Reproduktion und Laktation beobachtet.

Bullenmast

Bullenmast: In der Bullenmast werden die männlichen Nachkommen von Milchviehrassen oder aber die männlichen Nachkommen spezieller Fleischrassen aufgezogen und bis zu einem Lebendgewicht von etwa 700 kg gemästet. In der Bullenmast wird Wert auf hohe Tageszunahmen (siehe auch „Tageszunahmen“) von über 1.200 g / Tier und Tag gelegt. Dabei ist die tatsächliche Höhe der Tageszunahmen stark abhängig von der Qualität der eingesetzten Futtermittel, der Rationsgestaltung, der Haltungs- und Managementbedingungen, sowie der Genetik der Tiere.

C

Coli Bakterium, Escherichia Coli

Coli Bakterium, Escherichia Coli: Das E.coli-Bakterium wurde 1919 von Theodor Escherich entdeckt und nach ihm benannt. E.coli-Bakterien kommen vorwiegend im tierischen wie auch im menschlichen Darm vor und sind daher auch als Fäkalkeime bekannt. Es handelt sich um säurebildende, stäbchenförmige, gramnegative (lactosepositive) Bakterien. E.coli-Bakterien ernähren sich vor allem von Zucker und Aminosäuren. E.coli-Bakterien sind anaerobe Mikroorganismen und haben die Fähigkeit benötigte Energie aus der Säuregärung zu ziehen.

D

Darmepithel

Zellschicht (Epithel), die die Innenseite des Darms bedeckt. Die Zellen des Darmepithels dienen der Sekretion und Resorption. Bei Wirbeltieren besteht das Darmepithel aus einer einschichtigen Lage von Zellen, die Verdauungsenzyme und Schleim produzieren sowie Nahrungsstoffe aus dem Darm resorbieren.

Darmflora

Zusammenfassende Bezeichnung der im Darm von Tieren und Menschen vorhandenen, regelmäßig nachweisbaren Bakterien (Darmbakterien) und Pilze oder auch nur der Bakterien; vorwiegend im Dickdarm angesiedelt.

DLG

DLG: Das Wort DLG steht als Akronym für Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft. Die DLG wurde 1885 von Max Eyth gegründet. Die DLG ist die Spitzenorganisation der Agrar- und Ernährungswirtschaft mit über 22.000 Mitgliedern. Die DLG testet Land- und Kommunaltechnik sowie landwirtschaftliche Betriebe und Betriebsmittel. Die DLG prüft Mischfutter, Siliermittel, Reinigungs-, Desinfektions-, Euterhygiene- sowie Stalldesinfektionsmittel und Düngekalk. Nach erfolgreicher Prüfung auf Grundlage der hohen DLG-Maßstäbe wird das DLG-Gütezeichen vergeben. Die Qualitätsvorgaben orientieren sich an den Anforderungen der Praxis und entsprechen neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die DLG testet über 24.000 Produkte im Jahr. Mit einem breiten Produktangebot an Tests liefert die DLG klare Aussagen zu geprüfter Technik. Die Prüfungen liefern das Fundament für neutrale Praktikerinformationen. Grundlage für die Messungen sind internationale Standards und Normen sowie selbst entwickelte Tests anhand praktischer Anforderungen. Die DLG-Prüfstelle ist national und international akkreditiert und notifiziert. Das Testzentrum in Groß-Umstadt entwickelt modernste Messtechnik und leistungsfähige Prüfeinrichtungen. „ISOBUS“ bzw. „ISOagriNET“, die standardisierten BUS-Systeme für die Außen- und Innenwirtschaft, erlauben in der Landtechnik einen herstellerübergreifenden Datentransfer zwischen Schleppern und Anbaugeräten sowie in der Tierhaltungstechnik den Datentransfer zwischen einzelnen Systemen bis hin zur systemübergreifenden Dokumentation. Diese internationalen Prüfstandards wurden von der DLG mitentwickelt und schließen mit dem DLG-Zertifikat ISOBUS-conform und ISOagiNET-conform ab. 

Die DLG ist ein neutrales offenes Forum des Wissensaustausches und der Meinungsbildung. Die DLG organisiert Fachausstellungen für die Land- und Ernährungswirtschaft. Es finden Tagungen und Seminare statt  wo Kommuniziert und diskutiert wird. Außerdem bietet die DLG viele Aus- und Weiterbildungsangebote für die Land- und Ernährungswirtschaft.

Durchfall

Durchfall: Bei Durchfallerkrankungen kommt es zu sehr häufigen Abgaben von dünnflüssigem Stuhl, wobei dies auch in Kombination mit Koliken auftreten kann. Durchfallerkrankungen bei Tieren (natürlich auch bei Menschen) gehen von verschiedenen Ursachen aus. Hauptverantwortliche sind oft Viren (Corona- und Rotaviren), bakterielle Erreger (E.coli-Bakterien, sowie Salmonellen). In selteneren Fällen kommen auch Parasiten in Betracht. Durchfallerkrankungen sind die Todesursache Nummer Eins bei Kälbern in den ersten beiden Lebenswochen.

Dysenterie

Dysenterie: Früher auch als Ruhr bezeichnet. Bei der Dysenterie kommt es zu einer entzündlichen Erkrankung des Dickdarms, welche von den Toxinen der Shigellen (gramnegative Stäbchenbakterien) hervorgerufen wird. Der Dickdarm produziert vermehrt Schleim, es kommt zu herdförmigen Nekrosen, Blutungen und einer verminderten Resorption. Die Inkubationszeit beträgt 2 – 3 Tage. Es kommt zu Koliken und sehr starken blutigen Durchfällen mit all seinen negativen Folgen. Ein Dysenterieausbruch in einem Bestand führt zu großen wirtschaftlichen Verlusten.

E

Eber

Eber: Bezeichnung für ein erwachsenes männliches, unkastriertes Hausschwein.

Eisen-Glycinat

Organisch gebundenes und damit hochverfügbares Eisen

Elektrolythaushalt

Elektrolyte:

Stoffe/Elemente, die in wässriger Lösung in der Lage sind, den elektrischen Strom zu leiten. Zu den Stoffen zählen neben Säuren und Basen auch die Salze. Die Verteilung dieser Stoffe im Körper bildet ein empfindliches Gleichgewicht, den Elektrolythaushalt. Zu den wichtigsten Elektrolyten gehören Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphat, Sulfat und Chlorid. Der Austausch der Elektrolyte erfolgt aktiv oder passiv durch die Zellmembran. Durch diesen Ionentransport ändert sich die Spannung an der Zellmembran, wodurch die Steuerung aller Prozesse, die auf Zellebene ablaufen, erst ermöglicht wird.

Enzyme

Körpereigene, in der Regel spezifische Biokatalysatoren von Stoffwechselreaktionen.

In der Tierernährung ermöglichen Enzyme, die nicht Körpereigen sind, die Verdauung von Nährstoffen, die sonst nicht verfügbar sind.

Die Phytase ist ein solches Enzym, dass in der Schweinefütterung eingesetzt wird. Phytase macht unter anderem in Getreide enthaltenes, gebundenes Phosphor für die Tiere verfügbar.

Ergänzungsfuttermittel

Ergänzungsfuttermittel: Laut Verordnung (EG) Nr. 767/2009 handelt es sich bei Ergänzungsfuttermitteln um „ ... Mischungen von Futtermitteln, die einen hohen Gehalt an Stoffen aufweisen und die Aufgrund ihrer Zusammensetzung nur mit anderen Futtermitteln zur täglichen Ration ausreichen ...“. Zu den Ergänzungsfuttermitteln gehören z.B. Milchleistungsfutter, Eiweißkonzentrate oder Mineralfutter. Diese Ergänzungsfuttermittel gleichen die Tagesration nur in bestimmten Parametern aus, reichen aber nicht allein aus um den gesamten Leistungs- und Erhaltungsbedarf der Tiere zu decken.

Erhöhung der Milchleistung

Erhöhung der Milchleistung: Eine hohe Milchleistung ist eines der wichtigsten Kriterien für eine rentable Milchviehhaltung. Je höher die Milchleistung einer Herde ist, desto weniger Tiere müssen gehalten werden, damit die gleiche Milchmenge produziert werden kann. Das bedeutet Einsparpotential: Es müssen weniger Tiere gefüttert werden und für weniger Tiere der Erhaltungsbedarf gedeckt werden, bei gleichem Milchertrag. Auf der anderen Seite ist bei gleichbleibender Herdengröße und steigender Milchleistung der Milchertrag größer und somit auch wieder der Erlös. Eine Steigerung der Milchleistung ist in erster Linie über eine Anpassung und Optimierung der Rationsgestaltung zu erzielen. Allerdings darf auch der Haltungs- und Managementaspekt einer Milchviehherde nicht aus den Augen verloren werden. Guter Kuhkomfort ist eine weitere Bedingung, damit Kühe langfristig gesund viel Milch produzieren können. Gesunde, gut gehaltene und optimal gefütterte Tiere geben von sich aus viel Milch mit hohen Inhaltsstoffen.

Erstbesamungserfolg (EBE)

Erstbesamungserfolg (EBE): Der prozentuale Anteil der Tiere, die nach der ersten Besamung trächtig werden. EBE= (Anzahl tragender Tiere nach Erstbesamung ÷ Anzahl Erstbesamungen) x 100.

Euter

Euter: Als Euter wird die Milchdrüse der weiblichen kleinen (Schafe, Ziegen) und großen Wiederkäuer (Rinder) bezeichnet. Die Milchdrüse des Rindes besteht aus vier Milchdrüsenkomplexen, von denen je zwei eine rechte und eine linke Euterhälfte mit je einem vorderen und hinteren Euterviertel bilden. Die Milchdrüse der Schafe und Ziegen und besteht nur aus zwei Milchdrüsenkomplexen, welche eine rechte und linke Euterhälfte bilden. Die einzelnen Euterviertel, bzw. Euterhälften sind deutlich von einander getrennt. Es findet kein Austausch untereinander statt. So kommt es nur in Ausnahmefällen zu einer Übertragung von Erkrankungen einzelner Viertel oder Hälften innerhalb der Milchdrüse auf die anderen Viertel / die andere Hälfte. Eine Verschleppung von Erkrankungen auf andere Milchdrüsenkomplexe ist meistens Folge einer unzureichenden Melk- und / oder Liegeboxenhygiene.

Euterentzündung (Mastitis)

Euterentzündung (Mastitis): Die Erkrankungsmöglichkeiten der Milchdrüse sind vielfältig, die Entzündung des Eutergewebes (Mastitis) und die Zitzenverletzungen nehmen allerdings den größten Prozentsatz ein. Von einer Mastitis wird dann gesprochen, wenn eine Entzündung des Eutergewebes vorliegt. Diese Entzündung kann die Folge einer mechanischen Überreizung (z.B. bei falsch eingestellten Melkmaschinen) ohne die Beteiligung von Bakterien sein. Das Gewebe produziert dann vermehrt körpereigene Abwehr- und Heilzellen, wodurch der somatische Zellgehalt in der Milch erhöht wird. Dringen dann in das vorgeschädigt Eutergewebe Bakterien ein, so können sie sich rasch vermehren und aus der abakteriellen Entzündung wird eine bakterielle Euterentzündung. Neben dem Zellgehalt erhöht sich nun auch der Keimgehalt der Milch. Ab einem Zellgehalt von 500.000 Zellen je Milliliter leidet ein Tier an einer klinischen Mastitis. Den wichtigsten Schutz vor bakteriellen Infektionen stellt der Strichkanal der Zitze dar, denn pathogene Keime dringen über den Strichkanal in das Innere der Zitze und weiter in die Milchdrüse ein. Besonders das verhornte Plattenepithel des Strichkanals spielt hierbei eine wichtige Rolle. Das Plattenepithel bildet Laktosebum, eine fettsäureartige Substanz mit bakterizider Wirkung. Als Erreger von Euterentzündungen kommen sowohl Umwelt-assoziierte Keime, welche in jedem Stall zu finden sind, als auch Kuh-assoziierte Erreger, welche außerhalb des Tieres nicht überlebensfähig sind, in Frage. Diese Keime sind aber in der Regel nur dann erfolgreich, wenn das Eutergewebe schon vorher durch abiotische Faktoren geschwächt oder geschädigt wurde. Eine Mastitis kann nicht allein als bakterielles Problem gesehen werden. Es gibt zahlreiche und sehr unterschiedliche Faktoren (Haltung, Melktechnik, Melkhygiene, Stress, Futteraufnahme, Wasseraufnahme, Rationsgestaltung, Futterhygiene, etc. um nur einige zu nennen), welche in der Interaktion die Grundlage für die Entstehung einer Mastitis schaffen. Daher wird eine Mastitis auch weitläufig als Faktorenkrankheit bezeichnet, welche durch ihre Entstehung Hinweise auf eine Schieflage des Organismus aus verschiedensten Gründen gibt. Entzündungen der Milchdrüse können für das betroffene Tier sehr schmerzhaft sein. Sie gehen einher mit einem verminderten Allgemeinbefinden des Tieres, einer Minderung der Milchmenge und der Milchqualität. Die Mastitis gilt als eine der teuersten Krankheiten in der Milchviehhaltung und wird auf ca. 220 € je Fall geschätzt. Der Behandlungserfolg ist zudem oft nur vorübergehend. Nur 1/3 der einmal erkrankten und behandelten Tiere bleibt im Folgejahr gesund. 2/3 der einmal erkrankten Tiere werden im Folgejahr gemerzt.

Eutergesundheit

Eutergesundheit: Zur Beurteilung der Eutergesundheit werden der Gehalt an somatischen Zellen und der Keimgehalt der ermolkenen Milch herangezogen. Dabei ist zu beachten, dass der Keimgehalt der Tankmilch in erster Linie ein Parameter der Milchqualität und weniger der Eutergesundheit ist, da eine bakterielle Verunreinigung von außen möglich ist. Ohne äußerliche Verunreinigung enthält die Zisternenmilch ca. 100.000 Keime je Milliliter, Alveolarmilch gesunder Euterviertel enthält deutlich weniger Keime, die Konzentration beträgt zwischen 1.000 und 10.000 Keime je Milliliter. Milch bakteriell infizierter Viertel enthält mehr als 10.000 Keime je Milliliter. Anders als der Keimgehalt der Milch gibt der Gehalt an somatischen Zellen deutlichen Aufschluss über den Gesundheitsstatus des Euters. Somatische Zellen sind entweder Euterepithelzellen, welche bei der Gewebeerneuerung abgestoßen werden, oder Leukozyten. Leukozyten werden über die Blutbahn ins Euter transportiert, bekämpfen im Falle einer Infektion Erreger und sterben ab. Beide Arten von Zellen werden über die Milch aus dem Körper geschleust. Die Milch gesunder Euterviertel enthält weniger als 150.000 Zellen je Milliliter. Ein Zellgehalt von 150.000 bis 250.000 Zellen je Milliliter gilt als leicht erhöht, muss aber nicht die Folge einer Euterentzündung sein. Hierbei ist zu beachten, dass sich der Zellgehalt gegen Ende der Laktation erhöht, da sich durch die rückläufige Milchmenge der Konzentration der Zellen in der Milch erhöht. Werden mehrmals hintereinander mehr als 250.000 Zellen je Milliliter festgestellt, so handelt es sich um eine Entzündung der Milchdrüse, die durchaus chronisch verlaufen kann.

F

Fruchtbarkeit

Fruchtbarkeit: Als Fruchtbarkeit bezeichnet man im Allgemeinen das Fortpflanzungsvermögen unserer Nutztiere. Parameter der Fruchtbarkeit sind in Milchviehbeständen vorrangig die Zwischenkalbezeit und der Besamungsindex. In Sauenbeständen werden zur Beurteilung der Fruchtbarkeit vorrangig die Umrauschquote, die Anzahl Würfe / Sau und Jahr sowie die Anzahl der lebend geborenen Ferkel herangezogen. Entscheidenden positiven Einfluss auf die Fruchtbarkeitslage einer Herde haben die Qualität der Futtermittel, die Rationsgestaltung, die Haltungsbedingungen und der Gesundheitsstatus. Dieser wiederum wird ebenfalls maßgeblich durch die Fütterung und die Haltung der Tiere bestimmt.

Futter

Futter: Futter ist die dem Tier vom Menschen angebotene Nahrung. Der Ausdruck Futter wird allgemein, umgangssprachlich für die gesamte Tiernahrung verwendet. Futterqualität- und Zusammensetzung hat einen entscheidenden Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg im Agrarsektor (siehe auch „Futtermittel)“.

Futterkonzepte

Futterkonzepte: siehe Fütterungskonzept.

Futtermittel

Futtermittel: Nach §2 Nr.4 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches (LFGB) sind Futtermittel „ ... Stoffe oder Erzeugnisse, auch Zusatzstoffe, verarbeitet, teilweise verarbeitete oder unverarbeitet, die zur oralen Tierfütterung bestimmt sind ...“. Futtermittel sind dazu bestimmt, den Erhaltungs- und Leistungsbedarf der Tiere zu decken. Qualitativ sichere und einwandfreie Futtermittel sind essentiell, damit hohe tierische Leistungen und ein guter Gesundheitsstatus innerhalb der Bestände erzielt werden können. Sie liefern die Grundlage dafür, Tiere gesund und gewinnbringend zu ernähren.

Futterverwertung

Futterverwertung: Die Futterverwertung (FCR = feed conversion rate) ist in der Nutztierhaltung ein Maß, das den Futterverbrauch je Einheit Leistung beschreibt. Die Futterverwertung beschreibt demnach die Effizienz der Umsetzung von Futternährstoffen in Körpermasse (Mastschweine) oder Milch (Milchvieh), wobei für die Ermittlung der Umsetzungseffizienz in der Milchproduktion üblicherweise die Kraftfuttereffizienz und die Grundfutterleistung als Parameter herangezogen werden. Die Futterverwertung gibt an, wie viel Futter für die Erzeugung von 1 kg Fleischzuwachs notwendig ist.

FCR = Futterzufuhr (kg) / Zuwachs (kg)

Der Begriff ist allerdings kein wissenschaftlicher Parameter, sondern dient eher zum Vergleich von Leistungsstandards. Die Futterverwertung gibt keinen Aufschluss über die Qualität des Zuwachses oder die Qualität des Futters.

Fütterung

Fütterung: Als Fütterung wird das verabreichen von Futtermitteln an Tiere in menschlicher Obhut verstanden. Ziel der Fütterung von Nutztieren ist es, diese mit möglichst hochwertiger Nahrung (Futtermittel) zu versorgen, damit hohe tierische Leistungen erzielt werden können.

Fütterungskonzept

Fütterungskonzept: Da Tiere in ihrem Leben unterschiedliche Lebens- und Leistungsphasen durchlaufen ist es notwendig, sie entsprechend den Anforderungen in den verschiedenen Phasen gezielt zu füttern. Dabei müssen die eingesetzten Futtermittel und die verschiedenen Rationen aufeinander abgestimmt sein. Dies ist nur mit einem durchdachten und auf den jeweiligen Betrieb individuell abgestimmten Fütterungskonzept möglich.

G

GATT (General Agreement on Tariffs and Trade)

GATT (General Agreement on Tariffs and Trade): GATT bezeichnet das allgemeine Zoll- und Handelsabkommen zur Einhaltung bestimmter Grundsätze und zur Übernahme von Verpflichtungen im internationalen Handel. Der Vertrag trat 1948 in Kraft und bis heute sind mehr als 150 Länder dem Handelsabkommen beigetreten. Am 1. Januar 1995 ging das GATT in die WTO (World Trade Organization) über um weltweit offene Warenmärkte ohne Wettbewerbsverzerrungen zu ermöglichen.

Güstzeit (GZ)

Güstzeit (GZ): Die Güstzeit ist die Zeit zwischen der Kalbung und der erfolgreichen Besamung.

H

Hygiene

Hygiene: Das Wort Hygiene stammt aus dem Griechischen und ist von Hygieia, der griechischen Göttin der Gesundheit abgeleitet. Als Hygiene werden alle Maßnahmen zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten wie Reinigung, Desinfektion und Sterilisation bezeichnet. Wichtige Pioniere im Kampf gegen die Infektionen waren Johann Peter Frank (Begründer der öffentlichen Hygiene), Robert Koch (Entdeckung der Tuberkulose), Luis Pasteur (Keimfreiheit durch Erhitzung, Impfstoffe gegen Tollwut und Milzbrand), Ignaz Semmelweis (Händedesinfektion mit Chlorkalk), Joseph Lister (Karboldesinfektion), und Max von Pettenkofer, der den ersten Lehrstuhl für Hygiene in Deutschland innehatte. Er gilt als Vater der Hygiene.

I

Immunglobuline

Immunglobuline/Antikörper werden von einer Klasse der weißen Blutzellen gebildet (B-Lymphozyten) und bilden einen Teil des erworbenen Immunsystems. Sie kommen nicht nur im Blut, sondern auch in anderen Sekreten und Körperflüssigkeiten vor.

Immunsystem

Gesamtheit der für die spezifischen Abwehrmechanismen des Organismus verantwortlichen funktionellen Gewebe, Zellen und biologisch aktiven Komponenten. Die Funktion des Immunsystems beruht auf der Fähigkeit, zwischen körpereigenen und körperfremden Substanzen zu unterscheiden.

K

Ketose

Ketose (Acetonämie): Die Ketose ist eine Stoffwechselstörung, die vorrangig zu Beginn der Laktation bei Hochleistungskühen auftritt. Die Ketose wird dabei durch eine starke negative Energiebilanz, hervorgerufen durch eine hohe Milchleistung und geringe Futteraufnahme, ausgelöst. Die Acetonämie ist allerdings nicht zu verwechseln mit dem Fettmobilisationssyndrom innerhalb der ersten 10 Tage p.p.

Es wird zwischen drei verschiedenen Formen der Ketose unterschieden:

Alimentäre Ketose: Wird hervorgerufen durch die übermäßige Aufnahme und Verstoffwechselung von Buttersäure (z.B. durch schlechte Silagequalität mit hohem Buttersäuregehalt).

Primäre Ketose: Entweder als Bestandteils des Fettmobilisationssydroms oder als Ergebnis eines Glukosemangels in der Frühlaktation. Ein niedriger Blutglukosespiegel fördert die Bildung von Ketonkörpern.

Sekundäre Ketose: Das Energiedefizit, welches zu einer vermehrten Bildung von Ketonkörpern führt wird durch eine andere Erkrankung hervorgerufen und die Ketose wird zur Begleiterscheinung.

Eine Bildung von Ketonkörpern findet unter physiologischen Bedingungen immer statt. Die entstehenden Ketonkörper sind Acetoacetat, Aceton und ß-Hydroxybutyrat. Acetoacetat und ß-Hydroxybutyrat werden in der Regel entweder in der Muskulatur oder durch Verwertung für die Fettsynthese in der Milchdrüse abgebaut. Aceton kann nicht verstoffwechselt werden und wird über die Atemluft ausgeschieden. In Stoffwechselsituationen, in denen der Energiegewinn in erhöhtem Maße aus dem Abbau von Körperfett erfolgt, werden Ketonkörper vermehrt gebildet und es kommt zu einer Anhäufung im Blut. Um ein erkranktes Tier zu therapieren muss der Blutzuckerspiegel erhöht und der Abbau von Körperfett durch einen Ausgleich der Energiebilanz gemindert werden. Dies kann mittels Invertzuckerlösungen, durch Verabreichung glucoplastischer Verbindungen (z.B. Propylenglycol) oder durch die Beifütterung pansenstabiler Glucose (z.B. DextroFAT Protect) erfolgen.

Die Erhöhung der Konzentration von Acetoacetat und ß-Hydroxybutyrat im Blut führt zu einem Protonenüberschuss und damit zu einem Abfall des Blut-pH-Wertes. Daraus kann dann eine Acidose (Ketoacidose) entstehen.

Klauen

Klauen: Die Klauen sind stark entwickelte verhornte Zehen der Wiederkäuer und Schweine. Im Laufe der Evolution sind die 3. und 4. Zehe voll ausgebildet, die restlichen Zehen jedoch zurückentwickelt worden und heute nur noch rudimentär vorhanden. Daher werden Wiederkäuer und Schweine auch als Paarhufer bezeichnet. Der Hornschuh der Klaue stellt einen Schutz für die Zehenspitzen dar. Da der Hornschuh ständig wächst ist auch eine ständige Abnutzung notwendig. Bei unseren Nutztieren ist diese Abnutzung häufig nur unzureichend, so dass eine regelmäßige Klauenpflege zu Vorbeugung von Klauenerkrankungen erfolgen muss. Die Klauengesundheit wirkt sich elementar auf die Vitalität, Futteraufnahme und Leistungsbereitschaft des jeweiligen Tieres aus. Somit hat die Klauengesundheit einen direkten Einfluss auf den finanziellen Erfolg der Nutztierhaltung. Vielen Klauenerkrankungen kann durch eine angepasste Fütterung und eine regelmäßige Klauenpflege vorgebeugt werden.

Klauengesundheit

Klauengesundheit: Die Klauengesundheit wirkt sich elementar auf die Vitalität, Futteraufnahme und Leistungsbereitschaft des jeweiligen Tieres aus. Somit hat die Klauengesundheit einen direkten Einfluss auf den finanziellen Erfolg der Nutztierhaltung. Vielen Klauenerkrankungen kann durch eine angepasste Fütterung und eine regelmäßige Klauenpflege vorgebeugt werden.

Kolostrum

Kolostrum, Kolostralmilch, Biestmilch:

Unmittelbar nach der Geburt von der Milchdrüse abgegebenes Sekret.
Es weist einen hohen Gehalt an Eiweiß (Immunglobuline), verschiedenen Vitaminen, Mineralstoffen sowie weißen Blutkörperchen auf.

L

Lamm

Lamm: Als Lamm wird der noch nicht ein Jahr alte Nachwuchs der Schafe und Ziegen bezeichnet. Sauglamm oder Milchlamm ist die Bezeichnung für Lämmer die noch mit Muttermilch ernährt werden. Als Nutzvieh wird das Lamm wegen seines zarten Fleisches geschätzt. Das Lamm ist auch heute noch ein wichtiges Opfertier für viele Religionen.

Landwirt

Landwirt: Landwirt ist ein Berufstand in der Landwirtschaft. Ziel des Landwirtes ist die Erzeugung tierischer und pflanzlicher Produkte auf einer für diesen Zweck geeigneten Fläche Land.

Leckstein

Leckstein: Als Leckstein wird ein Block aus Mineralsalz und / oder Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen bezeichnet. Lecksteine werden meist zur Salz- und Mineralstoffversorgung auf der Weide eingesetzt, da hier die individuelle Zuteilung nicht möglich ist. Die Aufnahme erfolgt unkontrolliert ad libitum. Sofern aber eine gesteuerte Futterzuteilung erfolgt sollten Salze und Mineralstoffe nicht zur freien Aufnahme angeboten werden, sondern immer eine gezielte Versorgung angestrebt werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass jedes Tier die benötigte Menge erhält und es nicht zu einer Unter- oder Überversorgung kommt.

M

Mastitis

Entzündung der Milchdrüse:

  • Euterentzündung beim Rind
  • Gesäugeentzündung bei der Sau
Metritis

Entzündung des Uterus (Gebärmutter), bei der im Gegensatz zur Endometritis außer der Schleimhaut auch die Muskelschicht (Myometrium) und eventuell der seröse Überzug mitbeteiligt sind.

Milchfieber

Milchfieber, Gebärparalyse:
Gebärlähmung, hervorgerufen durch einen Kalziumabfall im Blut, bedingt durch die beginnende Laktation.

MMA

MMA: Gesäugeentzündung (Mastitis), Gebärmutterentzündung (Metritis) und Milchmangel (Agalaktie) einzeln oder gemeinsam auftretend, bei der säugenden Sau. Auswirkungen auf Fruchtbarkeit, Milchversorgung der Ferkel bis hin zu Totalausfällen bei den Ferkeln. Vorbeugemaßnahmen sind u.a. optimale Hygienebedingungen im Stall, angepaßte Fütterung an den jeweiligen Bedarf bzw. genauere Geburtskontrolle.

N

Nachgeburt

Die Nachgeburt umfasst Teile der Plazenta (Mutterkuchen) mit den Eihüllen und dem Rest des Nabelstranges. Bei manchen Arten gehören auch abgestoßene Anteile der Gebärmutterschleimhaut dazu. Die Nachgeburt wird innerhalb einer für die Tierart spezifischen Zeitspanne nach der Geburt durch Kontraktion der Uterusmuskulatur ausgestoßen.

O

Optimale Fütterung

Optimale Fütterung: Unter einer optimalen Fütterung versteht man eine auf die Ansprüche und den Bedarf des zu fütternden Tieres abgestimmte Futterration. Diese Ration muss alle Nährstoffe in ausreichender Menge und Konzentration enthalten, die ein Tier benötigt um die von ihm erwartete Leistung zu erbringen. Ist auch nur ein Nährstoff in unzureichender Menge in der Ration enthalten, so begrenzt dies die Leistungsbereitschaft des Tieres. Tiere in verschiedenen Lebens- und Leistungsphasen stellen auf Grund ihres unterschiedlichen Erhaltungs- und Leistungsbedarfs unterschiedliche Ansprüche an die Futterration. Nur wenn diesen Ansprüchen genüge getan wird, können die Tiere ihr genetisches Leistungspotential ausspielen und beste Leistungen erbringen. Die Leistung der Tiere kann dabei ganz unterschiedlich aussehen. So besteht die Leistung von Aufzuchtrindern darin, schnell zu wachsen und ein stabiles Fundament auszubilden, während die Leistung einer Milchkuh in der täglichen Milchmenge und dem Austragen eines Kalbes liegt. Ein Zeichen für die optimale Fütterung sind hohe tierische Leistung bei einem guten Gesundheitsstatus. Allerdings ist die optimale Fütterung kein statischer Zustand, sondern obliegt ständigen Anpassungen, da sich die Konditionen (Wetter, Futteraufnahme, Qualität der Futtermittel ...) stetig ändern.

P

Pathogen

krankmachend:
Eigenschaft, eine Krankheit hervorzurufen

pH-Wert

pH-Wert:

Der pH-Wert ist ein Maß für die Stärke der sauren bzw. basischen Wirkung einer wässrigen Lösung. In Anlehnung an die Dissoziationskonstante des Wassers teilt man die Wertebereiche ein in:

pH < 7 entspricht einer Lösung mit saurer Wirkung

pH = 7 entspricht einer neutralen Lösung

pH > 7 entspricht einer alkalischen Lösung (basische Wirkung)

Dies gilt allerdings nur für reines Wasser und verdünnte Lösungen bei 25 °C.

Probiotika

Probiotikum, Mehrzahl: Probiotika:

Zu den funktionellen Lebensmitteln zählende definierte Mono- oder Mischkulturen lebender Mikroorganismen. Aufgrund ihrer Resistenz gegenüber Magen- und Gallensäure sowie gegenüber Verdauungsenzymen überleben Probiotika die Magenpassage und erreichen den Dickdarm in aktiver Form, um sich dort anzusiedeln. Hierdurch verdrängen die probiotischen Bakterien unerwünschte Keime, beeinflussen die Mikroflora damit positiv und üben gesundheitsfördernde Wirkungen aus.

Prophylaxe

Vorbeuge, Vorbeugung

R

Rastzeit (RZ)

Rastzeit (RZ): Die Rastzeit ist die Zeitspanne zwischen der Kalbung und der ersten Besamung. Sie sollte zwischen 60 und 80 Tagen liegen. Faustzahl: Tagesmilchleistung in Litern + 50 = Rastzeit in Tagen.

S

Silage (Grassilage, Maissilage)

Silage (Grassilage, Maissilage): Silagen gehören zu den Grundfuttermitteln (= Basis der Wiederkäuerernährung).

Herstellung:

Gras wird gemäht, angewelkt, dann zerkleinert (mit einem so genannten Feldhäcksler oder mittels Schneidwerk im Ladewagen) und dann zum Silo gefahren. Dort wird das Gras mit möglichst schweren Maschinen (beschwerte Traktoren, Radlader o.ä.) festgefahren (verdichtet) und im Anschluss mit Folien abgedeckt. Dann beginnt der Gärprozess, welcher das Futter konserviert (vergleichbar mit Sauerkraut).

Mais wird in ganzen Pflanzen mit dem Häcksler geerntet. Der Häcksler schneidet die Pflanzen ab, häckselt sie klein und bläst die zerkleinerte Pflanze auf parallel mitfahrende Transportwagen. Diese bringen das Siliergut zum Silo, danach wie beim Gras.

Wichtig:

Das Siliergut muss möglichst kurz gehäckselt werden, da kleinere Partikel besser verdichtet werden können. Desto weniger Restsauerstoff befindet sich in der Silage und desto besser ist der Silierprozess. Das Siliergut muss sorgfältig festgefahren werden, damit die Verdichtung so hoch wie möglich ist. Die Abdeckung der Silage mittels Folien muss sofort nach dem Festfahren geschehen, damit Sauerstoff nicht wieder eindringen kann. Sauerstoffzufuhr führt zu Schimmelbildung und Verderb des Futters.

Sensorische Qualitätsüberprüfung:

  • Grassilage: Muss aromatisch riechen und nicht in der Nase stechen. Deutlicher Buttersäuregeruch (sehr unangenehm) und / oder Essigsäuregeruch deuten auf eine Fehlgärung und schlechte Qualität hin. Dies führt zu einer verminderten Akzeptanz des Futters durch die Kühe => schlechte Futteraufnahme, schlechte Energieversorgung, Folgeerkrankungen (Fruchtbarkeitsstörungen, Klauenerkrankungen, Euterentzündungen). Es darf kein Schimmel sichtbar sein. Die Grashalme sollten möglichst kurz sein. Es sollten keine Erdklumpen in der Silage zu finden sein. Trockensubstanz: Wenn beim Wringen in der Hand Wasser austritt ist die Silage zu feucht (u.U. dadurch schlechtere Futteraufnahme, Fehlgärung etc.). Nach dem Drücken in der Hand sollte die Handfläche kleben, dann ist der Zuckergehalt als gut einzustufen. Keine Nacherwärmung (die Silage muss kühl sein nicht wärmer als Umgebungstemperatur, da durch Nacherwärmung ein Nährstoff- und Energieverlust entsteht, Schimmelbildung in Gang gesetzt wird und die Futteraufnahme leidet). Keine losen Futterreste vor dem Silagehaufen, dieser ist prädestiniert für Nacherwärmung. Verdichtung: mit Kugelschreiber überprüfen (wenn Kuli in die Silage gedrückt werden kann ist die Verdichtung nicht ausreichend). Anschnittsfläche: möglichst glatt Schnittfläche, damit die Oberfläche nicht aufgelockert wird und kein Sauerstoff eintritt. Ist von der Entnahmetechnik abhängig: Schneidzangen / Blockschneider / Fräsen entnehmen sauber und hinterlassen glatte Fläche, Greifzangen /Schaufeln reißen Futter heraus und lockern auf. Abdeckung: Möglichst die Folie nur soweit wie nötig zurückziehen, um das Futter für den jeweiligen Tag zu entnehmen.
     
  • Maissilage: Muss brotartig riechen. Stechender Geruch bedeutet Alkoholbildung, dies hat schwerwiegende negative Folgen auf den Pansenstoffwechsel der Kuh. Möglichst kleine Partikel für eine gute Verdichtung. Es sollten keine unzerkleinerte Lieschblätter in der Silage sein, ansonsten Gefahr des Sauerstoffeinschlusses, dadurch Qualitätsminderung. Die Maiskörner müssen komplett zerschlagen sein, ganze Körner können vom Tier nicht verwertet werden. Passender Trockensubstanzgehalt. Keine Schimmelbildung. Keine Nacherwärmung. Keine losen Futterreste. Glatte, saubere Anschnittsfläche und hohe Verdichtung. Optimale Abdeckung.
Subklinisch

Mit klinischen Untersuchungsmethoden nicht erfassbare Erkrankungen.

Im Gegensatz zu einer klinischen Krankheit, sind hier zunächst keine Symptome erkennbar.

Beispiel: Subklinische Acidose / Subklinische Ketose bei der Milchkuh

T

Tageszunahmen

Tageszunahmen: Die Höhe der Tageszunahmen gibt an, wie viel Gewicht ein (Mast)Tier am Tag zunimmt. Je höher die Tageszunahmen sind, desto schneller ist ein Tier ausgemästet und kann vermarktet werden. Dies erhöht die Umtriebe pro Jahr und somit den finanziellen Erfolg des Landwirtes.

Angestrebte Tageszunahmen:

  • Mastschweine: > 800 g / Tag
  • Mastbullen: > 1.200 g / Tag

Hohe Tageszunahmen können nur realisiert werden, wenn eine bedarfs- und leistungsgerechte Fütterung vorliegt. Hierzu sind eine optimale Qualität der eingesetzten Futtermittel, sowie eine auf die Lebens- und Leistungsphasen abgestimmte Futterration und eine ausgewogene Versorgung mit Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen unerlässlich.

Tierarzt

Tierarzt: Nach einem erfolgreichen Hochschulstudium der Veterinärmedizin ist der oder die Absolvent/in Tierarzt/Tierärztin, der Beruf besteht nach der staatlichen Approbation in der medizinischen Betreuung von Tieren. Die staatliche Kontrolle der landwirtschaftlichen Betriebe wird von der Veterinärverwaltung und den Amtstierärzten ausgeübt. Das Aufgabenpaket der Amtstierärzte besteht neben der Aufsicht der erzeugenden Betriebe auch die Überwachung von Tiertransporten, Schlachthöfen, Schlachttieren und Fleischuntersuchungen.

U

Umrauschen

Wiederauftreten von Brunstsymptomen nach erfolgter Bedeckung oder Besamung bei der Sau.

V

Veterinärmedizin

Veterinärmedizin: Die Veterinärmedizin (vom französischen Wort vétérinaire), auch als Tiermedizin oder Tierheilkunde bezeichnet, beschäftigt sich mit den Krankheiten von Tieren, mit dem Tierschutz und begleitender Forschung, aber auch mit Lebensmitteln tierischer Herkunft und verwandten Themen. Gerade Letzteres ist im Rahmen eines stetig steigenden Verbraucherschutzes von großer Bedeutung, obliegt doch die Kontrolle von Lebensmitteln tierischer Herkunft sowohl in der Erzeugung als auch in der Verarbeitung den Veterinärbehörden. Die Ausbildung zum Tierarzt ist durch die Verordnung zur Approbation von Tierärztinnen und Tierärzten (TAppV) staatlich geregelt.

W

WTO (Word Trade Organization)

WTO (Word Trade Organization): Die WTO ist eine internationale Organisation zur Regelung von Handels- und Wirtschaftsbeziehungen mit ihrem Sitz in Genf und nahm am 1. Januar 1995 ihre Arbeit auf. Die WTO steht für eine liberale Außenhandelspolitik, Deregulierung und hoher Privatisierung. Die WTO ist neben der Weltbank und dem IWF eine der zentralen Organisationen, die Handels- und Wirtschaftspolitik mit globaler Reichweite verhandelt.

Z

Zucht

Zucht: Unter Zucht wird die kontrollierte Fortpflanzung von Tieren oder Pflanzen mit dem Ziel des besten genetischen Ergebnisses bezeichnet. Ziel ist die Verringerung unerwünschter Eigenschaften und die Verstärkung positiver Merkmale des Tieres oder der Pflanze. Durch gezielte Selektion der Zuchttiere und Pflanzen auf bestimmte erwünschte Eigenschaften wird versucht das Ergebnis möglichst positiv zu gestalten.

Zuchtsauen

Zuchtsauen: Als Zuchtsauen werden Sauen bezeichnet, welche in spezialisierten Betrieben zur Ferkelproduktion eingesetzt werden. Hierbei kommen verschiedene Sauenrassen und Rassenkreuzungen zum Einsatz. Die Auswahl der entsprechenden Sauengenetik erfolgt auf jedem Betrieb individuell. Entscheidend für die Auswahl sind an die Sauen oder Ferkel gestellte Anforderungen, wie z.B. Wurfgröße, Vitalität der Ferkel, Mütterlichkeit, Fundamentstabilität, Schlachtkörperausprägung, Stressanfälligkeit etc. Männliche Nachkommen von Zuchtsauen finden in der Regel in der Mast Verwendung. Nur die weiblichen Nachkommen spezialisierter Jungsauenvermehrungsbetriebe werden wieder als Zuchtsauen eingesetzt.