Beste Fruchtbarkeit durch gezielte Fütterung

In der Güstzeit soll die Sau innerhalb von 4 bis 7 Tagen erfolgreich besamt werden mit dem Ziel: große Würfe. Dazu müssen viele befruchtungsfähige Eizellen vorliegen. Deshalb müssen die Sauen optimal in Rausche gebracht werden und eine möglichst hohe Anzahl an befruchtungsfähigen Eizellen  gebildet werden. Wir zeigen Ihnen wie das geht.

Jeder Leertag kostet Geld

Die Zuchtsauen müssen nach dem Absetzen wieder schnell in den Zyklus starten, um teure Leertage zu vermeiden. Dieses rasche Umschalten des Hormonhaushaltes wird durch eine optimale Energieversorgung nach dem Absetzen erreicht. In dieser Zeit der Güst, bzw. Frühträchtigkeit ist es wichtig, die Sauen ausreichend mit allen fruchtbarkeitsfördernden Vitaminen und Spurenelementen und mit viel Energie zu versorgen. Denn: in den ersten vier Wochen nach dem Absetzen werden die Ferkelzahl sowie die Homogenität und die Geburtsgewichte des nächsten Wurfes über die Fütterung gesteuert.

 

Bildung der Eizellen

Bei Jungsauen werden in der Regel zwischen 12 und 18 befruchtungsfähige Eizellen gebildet, wobei die Anzahl von der 1. bis 3. Rausche ansteigt. Deshalb sollten Sie Ihre Jungsauen erst ab der 3. Rausche das erste Mal belegen. Bei Altsauen werden normalerweise 20 bis 24 Eizellen gebildet. Dies erklärt, warum die Würfe von Jungsauen immer etwas kleiner sind. Die Tatsache, dass insgesamt rund 60 % aller befruchtungsfähigen Eizellen absterben, zeigt, wie wichtig ein optimales Fütterungs- und Haltungsmanagement in der Güstzeit und Frühträchtigkeit ist.

60 % der Ferkelverluste treten noch vor Einnistung der befruchtetn Eizellen auf (Quelle: Christiansen, 2005)

 

Fütterungsmanagement

Ideal ist es in der Zeit nach dem Absetzen bis eine Woche nach der Besamung die Säugemischung mit täglich 2,5 kg oder eine spezielle Deckstallmischung mit täglich 3,0 kg zu füttern.

Eine Woche nach der Besamung muss die Futtermenge für zwei Wochen erhöht werden. Die Sauen benötigen hochqualitatives Eiweiß und Aminosäuren. Denn in dieser Phase bildet sich der Kontakt der befruchteten Eizellen mit der Gebärmutterwand aus und es werden die Trächtigkeitsprodukte (Mutterkuchen, Nabelschnüre) zur Versorgung der Embryonen und später der Föten durch die Sau gebildet. Je besser der Kontakt zwischen mütterlichem Organismus und den heranwachsenden Ferkeln ist, desto besser ist deren Versorgung für einheitliche Würfe mit hohen Geburtsgewichten.

Füttern Sie deshalb vom 7. bis zum 23. Tag nach der Besamung entweder täglich 4,5 kg Tragemischung oder 3,5 bis 4,0 kg Säugemischung. Bis drei Wochen nach der Besamung sollten alle Sauen eine Körperkondition (BCS) von 3 erreicht haben.

 

Möchten Sie wissen, wie Sie Ihr betriebsindividuelles Fütterungskonzept während der Güstzeit und Frühträchtigkeit optimieren können, dann kontaktieren Sie Ihren Sano Fachberater aus der Region.

 

 

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