Fütterungsratgeber: Abkalbung

Milchkuh

Rund um die Geburt ist die Futteraufnahme der Kuh sehr gering. Die Biomasse im Pansen geht zurück. Nach der Abkalbung beginnt die Laktation. Dabei steigt die tägliche Milchleistung in den ersten Wochen sehr stark an. Zu Beginn der Laktation weisen viele Kühe jedoch eine zu geringe Futteraufnahme auf. Der Nährstoffbedarf für den Milchentzug kann in den ersten Tagen und Wochen nicht gedeckt werden. Je  größer die dadurch entstehende negative Energiebilanz beim einzelnen Tier ausfällt und je länger diese andauert, desto höher ist das Risiko von Stoffwechselstörungen wie Ketose, Labmagenverlagerung und Nachgeburtsverhaltungen. Die Herausforderung: Die Tiere nach der Abkalbung schnell wieder zum Fressen bringen.

 

Erhalten Sie alle Informationen rund um die richtige Fütterung von Milchkühen hier im Sano Fütterungskonzept.

 


Für ein optimales Management nach der Abkalbung gilt es daher folgende Kernfragen zu beantworten:

1.  Wie erreichen die Kühe nach dem Kalben schnell wieder eine hohe Futteraufnahme?

2.  Wie gelingt es, den Pansen aktiv zu stimulieren und damit die Pansenleistung zu steigern?

3.  Welche Stellschrauben gibt es, um Stoffwechselstörungen wie Ketose und Milchfieber vorzubeugen?

 

Abkalbung: Zusammenhänge in der Geburtsphase

 

  • Ein Fitnessdrink mit viel Wasser nach dem Abkalben füllt den Pansen, wird schnell resorbiert und regt dadurch zum Fressen an.
  • Bierhefe und Leinsamen regen den Appetit der Kühe an und verringern damit die Ketosegefahr.
  • Lebendhefe und B-Vitamine verbessern Pansenmilieu und Fermentationsleistung.
  • Niacin fördert den bei Frischkalben elementar  wichtigen Energiestoffwechsel.

 


Futteraufnahme und Pansenstimulation

 

Eine hohe Futteraufnahme und eine Aktivierung des Pansens können über stimulierende, schmackhafte Komponenten und viel Flüssigkeit erreicht werden. Denn wenn die Kuh viel Flüssigkeit aufnimmt, füllt sich der Pansen. Die Flüssigkeit wird schnell über die Zotten resorbiert, der Pansen ist wieder leer. Die Kuh wird so animiert, den Pansen wieder zu füllen. Für Rinder stellen Bierhefe und Leinsamen besonders appetitanregende Komponenten dar. Diese regen die Futteraufnahme an und die Kuh beginnt frühzeitig, größere Mengen zu fressen. Nach der geringen Futteraufnahme vor und während der Geburt sind die Voraussetzungen für Pansenmikroben direkt nach der Geburt nicht optimal. Hier verbessert Lebendhefe das Pansenmilieu und unterstützt damit die Fermentationsleistung.

Um den Energiestoffwechsel der Kuh zu aktivieren, hat sich die unterstützende Gabe von Niacin und B-Vitaminen bewährt. Die Aktivierung von Energiestoffwechsel und Pansenfermentation in Kombination mit dem wichtigsten Aspekt – der hohen Futteraufnahme – hilft dabei, Stoffwechselstörungen wirksam vorzubeugen.

 

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