Maisernte 2018 – ein besonderes Jahr

Egal durch welche Region man diese Tage in Deutschland fährt. Überall Trockenheit. Vor allem im Norden Deutschlands schaut es verheerend aus. Verdorrte Maispflanzen und schlechte Maisbestände sieht man hier. Anderenorts stehen jedoch scheinbar vollentwickelte Maisbestände.                                                                                              Auf dem Feld können Sie die Qualität der Silagen nicht mehr beeinflussen. Umso wichtiger ist es weitere Qualitätsverluste im Silo zu verhindern. Deshalb sollten Sie dieses Jahr unbedingt auf den Einsatz wirkungsvoller Siliermittel setzen.

2018 ist beim Mais ein deutliches regionales Gefälle zu erkennen. Im südlichen Oberbayern und in Schwaben kann mit sehr guten Erträgen gerechnet werden, im Nordwesten und –osten ist die Lage katastrophal. Hier setzt die Ernte deutlich früher ein als in den letzten Jahren, wenn sie nicht sogar schon voll im Gange ist.

Wann ist denn dieses Jahr der richtige Zeitpunkt für die Maisernte?

Agrarheute hat auf seiner Homepage einen Fahrplan zur Beurteilung des Häckselzeitpunkts veröffentlicht. Er legt die dieses Jahr auf den Feldern vorzufindenden Situationen dar und zeigt Handlungsvorschläge auf:

 

Bei den diesjährigen hitzegeschädigten Maisbeständen besteht ein hohes Risiko an Nacherwärmung. Auf Grund eines hohen TS-Gehalts lässt sich der Mais im Silo nur schwer verdichten. Die Maispflanzen weisen einen erhöhten Hefenbesatz auf und das Risiko von Mykotoxinbelastungen steigt an. Nicht zu unterschätzen ist auch ein erhöhter Zuckergehalt in der Restpflanze. Auf Grund der Trockenheit kann der durch Photosynthese hergestellte Zucker nicht mehr in den Kolben transportiert und dort zu Stärke umgewandelt werden. Das Risiko für eine alkoholische Fehlgärung steigt an. Helfen kann hier der Einsatz von Kombi-Siliermitteln, wie Labacsil® Duo. Labacsil® Duo enthält neben Milchsäurebakterien auch eine chemische Komponente: Kaliumsorbat. Diese Wirkkombination unterdrückt gramnegative Bakterien, Schimmelpilze und Hefen wirkungsvoll und wirkt Nacherwärmung und Nachgärung entgegen.

Siliermanagement dieses Jahr besonders beachten

Dieses Jahr ist besonderes Augenmerk auf die Häcksellänge und die Verdichtung zu legen.

Um das teils sehr trockene Häckselgut ausreichend verdichten zu können empfiehlt sich eine Häcksellänge von kleiner 7 mm zu wählen. Bei besonders trockenen Beständen < 5 mm.

Eine hohe Verdichtung und luftdichtes Verschließen des Silos ist selbstverständlich.

Sollten die Maisbestände auf ihrem Betrieb inhomogen sein, sprich nur ein Teil ihres Maisbestandes ist von extremer Trockenheit betroffen, dann empfiehlt es sich diese mit normalen Flächen im Silo zu mischen. So schließen Sie Fehlgärungen in den reinen Problemmaissilagen aus.

Öffnen Sie die Maissilage nicht zu früh. Generell gilt: Silostöcke erst dann zu öffnen, wenn die stabile Gärphase erreicht wird. Das dauert ca. sechs bis acht Wochen.

 

Sprechen Sie Ihren Fachberater zu diesjährigen Maiserntesituation in der Region an, oder kontaktieren Sie uns unter info@sano.de

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