Donnerstag, 9. Mai 2019
Veranstaltung

Zukunft der Schweineproduktion

Welche Auswirkungen hat die Afrikanische Schweinepest auf die weltweite Produktion? Hat die Schweineerzeugung noch Zukunft und wenn ja, unter welchen Bedingungen? Dr. Jörg Krapoth, internationaler Schweineexperte und Geschäftsführer der Beratungsfirma German Farm Consulting, gestaltete im Rahmen des Sano Welttreffens Anfang Mai einen Impulsvortrag zum Thema „Stand der globalen Schweineproduktion mit lokalen Auswirkungen“.

Dazu warf Dr. Jörg Krapoth zunächst einen Blick auf die letzten zehn Jahre: Entgegen vieler Totengesänge lebe die Schweinefleischproduktion, die Erzeugung sei kontinuierlich angestiegen. Während in der EU zwar immer weniger Schweinefleisch verzehrt wurde, sei der weltweite Konsum angestiegen, so Krapoth.

Eine starke Rolle am Weltmarkt spiele China: größter Verbraucher, größter Produzent und gleichzeitig größter Importeur, denn der eigene Bedarf kann selbst nicht gedeckt werden. Deutschland zähle zu den größten Exporteuren – vor allem in die Niederlande, nach Italien und China.

Weltweiter Krankheitsdruck nimmt zu

An der aktuellen Situation habe vor allem die Afrikanische Schweinepest (ASP) starken Einfluss. Zwei Drittel der Schweineproduktion weltweit sind von ASP bedroht. China entwickele sich rasant, dennoch sind die Produktionsverluste schwer zu verifizieren, berichtete der internationale Experte. Der weltweite Krankheitsdruck nehme nach Krapoth zu. In der EU und in Deutschland sind die neuen Umweltauflagen ein dominantes Thema. Stellt sich die Frage, wie homogen Umwelt- und Tiervorgaben in Europa sind? Dies wirke sich, so der Experte, unweigerlich auf die Produktionskosten aus. Deutschland habe bereits sehr hohe Produktionskosten, deshalb sei es für das Land wichtig, wettbewerbsfähig zu bleiben.

Beispiel Frankreich

Als Beispiel warf Krapoth einen Blick in das Nachbarland Frankreich. „Die Schweineproduktion ist dort in den letzten Jahren um rund 35 Prozent zurückgegangen.“ Trotz großer Tradition befinde sich dieser Teil der Landwirtschaft im Wandel, „durch zahlreiche Genehmigungsverfahren wurden Hürden geschaffen.“ So solle es Deutschland nicht ergehen.

Blick in die Zukunft

Darf ein Blick in die Zukunft natürlich nicht fehlen. Die Bevölkerung steige, die Nutzfläche sinke, so Krapoth. Das Hauptproblem sei deshalb die Nutzenkonkurrenz zwischen Ernährung und Energieerzeugung.

Generell ist die Digitalisierung das Thema der Zeit, so Krapoth. „Doch es ist noch nicht in den Köpfen angekommen.“ Sein Fazit am Ende:

  • Die Schweineproduktion hat Zukunft, der Bedarf ist da.
  • Statt Quantität werden wir in Zukunft mehr in Richtung Ersatz von teuren Nahrungsmitteln gehen.
  • Die Betriebe werden wachsen.

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